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Häuser aus Strohballen

Natürlicher Baustoff Häuser aus Strohballen

Häuser aus Strohballen baut Claudio Fischer-Zernin, Chef der Lichtenborner Firma Strohbau-Libo. Er presst Strohballen mit Gurten zusammen, fügt sie in Holzgefache ein und löst die Gurte. „Die Ballen dehnen sich wieder aus und bilden feste Wände, die kein Stier umrennen kann“, verspricht der Unternehmer.

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Stroh ist in Deutschland seit zwei Jahren als Baustoff zugelassen.

Quelle: HW

Lichtenborn. Potenzielle Bauherren reagieren skeptisch. „Feuer, Feuchtigkeit und Viecher sind die drei am häufigsten genannten Einwände“, berichtet Fischer-Zernin. Stroh, so antworte er dann, sei in Deutschland seit zwei Jahren als Baustoff zugelassen. Gepresstes Stroh brenne so schlecht wie ein dickes Telefonbuch. Gegen Feuchtigkeit schütze ein zwei bis drei Zentimeter starker Lehmputz das Stroh innen und außen. An der Wetterseite verwende er Kalkputz oder verschale die Wand mit Lärchenholz. Ein Fundament verhindere das Eindringen von Wasser von unten. Der Putz halte zudem Insekten und Mäuse fern.

„Einige Kunden sind zurückhaltend, weil eine Mauer aus Holz und Stroh nicht billiger als eine aus Stein ist“, hat Fischer-Zernin erlebt. Geld sparen lasse sich jedoch durch Erbringen von Eigenleistungen. Strohbau sei leicht zu lernen. Einschränkend wirke, dass nur in den heißen Sommermonaten gebaut werden könne. Der Lehmputz benötige einige Wochen zum Trocknen.

„In den vergangenen zwei Jahren habe ich an sieben Projekten mitgewirkt“, erzählt der Unternehmer. In Deutschland gebe es 300 Stohhäuser, im experimentierfreudigeren Frankreich zehnmal so viele. Sein Hauptgeschäft sei jedoch – seit 30 Jahren – der Bau von Solar- und Heizungsanlagen.

Ein Musterbau, ein Gartenhaus, entsteht derzeit im Steffensweg 65 in Bovenden. „Die 30 Zentimeter dicken Strohwände haben die Dämmwerte eines Niedrigenergiehauses“, sagt Bauherrin Doreen Fragel, die Geschäftsfürerin der Energieagentur Region Göttingen ist. Ihr Ehemann, Jan Fragel, meint: „Wenn das Haus eines Tages abgerissen wird, kann das unbehandelte Holz verbrannt und das Stroh kompostiert werden.“ Der Kontakt kam zufällig auf einem Termin zustande, wo Claudio Fischer-Zernin von seinen Stroh-Häusern erzählte. Da bei Fragels seinerzeit das Gartenhäuschen erneuert werden musste, entschieden sie sich für die ungewöhnliche Bauweise.

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