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Kunden verlangen zunehmend grüne Logistik

Unternehmerfrühstück Kunden verlangen zunehmend grüne Logistik

„Die Logistikbranche wird weiter wachsen, aber deutlich langsamer als bisher“, kündigte Thomas Gronemeier, Branchen-Analyst der Commerzbank, am Donnerstag in Göttingen an. Er sprach beim Unternehmerfrühstück des Logistik-und Mobilitätsclusters Göttingen/Südniedersachsen.

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Quelle: Thiele

Göttingen. „Logistik ist die Basis, ohne sie läuft nichts“, erklärte der Diplom-Kaufmann aus Frankfurt. In Deutschland profitiere die Branche von der zentralen Lage in Europa und der exportorientierten deutschen Industrie. Doch auch sie spüre das langsamere Wachstum des Welthandels. Wachstumstreiber machte Gronemeier vor allem in Süd- und Osteuropa, aber auch in Asien aus. Dort werde jedoch zunehmend vor Ort produziert und konsumiert. Logistiker müssten ihre Leistungen in den Ländern selbst anbieten. Angesichts der „total ineffizienten Logistikbranche“ etwa in China hätten deutsche Unternehmen dort  „gute Chancen“.

Eine Marktbereinigung erwartet der Analyst im Onlinehandel, der den Logistikern in den vergangenen Jahren kräftiges Wachstum beschert habe. Nur zehn bis 20 Prozent der Händler würden die kommenden Jahre überstehen. Zudem eröffneten die Onlinehändler verstärkt stationäre Läden. Mit der zunehmenden Digitalisierung in der Wirtschaft nehme der Druck auf Logistiker zu, ihre Lieferkette digital abzubilden. Zu Veränderungen werde es mit dem 3D-Druck kommen. Mit solchen Geräten ließen sich schon jetzt stark belastbare Hightech-Teile etwa für die Automobilindustrie herstellen.

„Die Stückkosten in der Logistik steigen trotz der niedrigen Dieselpreise“, sagte der Betriebswirt. Das habe unter anderem mit steigenden Ausgaben zur Abwehr von Cyber-Kriminellen in den Unternehmen zu tun. Zuverlässige Fahrer, die mit der komplizierter werdenden Technik klar kämen, seien schwer zu finden. Um IT-Kräfte gebe es ein „Wettrennen“. Kunden verlangten zunehmend grüne, klimaneutrale Logistik, ohne dafür mehr Geld bezahlen zu wollen. Wachsen werde der Bereich der Kontraktlogistik, bei der Logistiker für Kunden Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette erbringen. Da sei bei den Verträgen darauf zu achten, dass sich spätere Kostensteigerungen weitergeben lassen. Kommen die E-Autos, so Gronemeier, werde die Zahl und das Gewicht der zu bewegenden Zulieferteile drastisch sinken.

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