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Commerzbank wächst in Göttingen

3700 neue Privatkunden Commerzbank wächst in Göttingen

Die Niedrigszinsphase will nicht enden. Die Auflagen werden immer strenger. Branchenfremde Online-Wettbewerber machen den Banken Geschäftsfelder streitig. Trotz dieser widrigen Umstände ist die Commerzbank 2015 in Göttingen kräftig gewachsen.

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Leiten die Commerzbank in Göttingen: Thomas Riechmann (links) und Bernd Korte.

Quelle: mic

Göttingen. „Im vergangenen Jahr haben wir in Göttingen netto 3700 neue Kunden gewonnen“, berichtete Bernd Korte (55), Niederlassungsleiter für das Privatkundengeschäft Göttingen/Hildesheim. Die Commerzbank betreut damit nun 114500 Privat- und Geschäftskunden (bis 2,5 Mio. Euro Jahresumsatz), „so viele wie nie zuvor“, so Korte.

Das Neugeschäftsvolumen mit Konsumentenkrediten bis 25000 Euro wuchs 2015 auf 17,1 Mio. Euro (+21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). „In diesem Bereich haben wir Aufholpotenzial“, erklärte Korte. Die Commerzbank finanzierte 2015 in Südniedersachsen Immobilien im Wert von mehr als 181 Mio. Euro (+33 Prozent). Der Immobilienmarkt bewege sich auf „hohem Niveau“, sei aber noch nicht überhitzt, kommentierte der Banker.

Das Anlagevolumen bei der Commerzbank in Göttingen stieg auf 1,95 Mrd. Euro (+8 Prozent). Weil die Kunden kaum Zinsen für Erspartes bekämen, so Korte, suchten sie nach anderen Anlageformen. Aufgrund der rasanten Marktveränderungen bräuchten sie Hilfe. Die Commerzbank wolle mit Beratung punkten. 2015 hätte Göttingen zum dritten Mal in Folge beim bundesweiten Beratungstest City Contest in den Kategorien Privat- sowie Geschäftskunden gewonnen.

„Bei den Firmen mit Jahresumsätzen von mehr als 2,5 Mio. Euro konnten wir 2015 in der Region Süd-Ost-Niedersachsen 115 neue Kunden gewinnen“, sagte Thomas Riechmann (50), Niederlassungsleiter der zuständigen bankeigenen Mittelstandsbank. Das Kreditvolumen legte in diesen Bereich um acht Prozent zu. In Reaktion auf Anfragen von Kunden, die im Exportgeschäft wachsen würden, baue die Commerzbank ihre Präsenz in Asien und Südamerika aus. Von Singapur aus würden nun Malaysia und Indonesien betreut, von Hongkong aus Taiwan und Südkorea.

Parallel zum Filialgeschäft investiert die Commerzbank in digitale Angebote. „Unsere härtesten Wettbewerber sind immer weniger andere Banken als vielmehr branchenfremde Unternehmen, die über das Internet spezielle Bankdienste anbieten“, so Riechmann. Die Commerzbank biete Kunden mitlerweile unter anderen an, im Chat Fragen zu Bankthemen zu stellen. Es gebe ein digitales Haushaltsbuch oder eine Kontowechsel-App, mit der sich die Bank innerhalb von zehn Minuten wechseln lasse.

Die Comerzbank beschäftigt in der Region Südniedersachsen 160 Mitarbeiter, davon sind zehn Personen für Riechmann tätig.

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