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Contigo Göttingen mit 100 Mitarbeitern 7,4 Mio. Euro Umsatz

Fair-Trade-Händler Contigo Göttingen mit 100 Mitarbeitern 7,4 Mio. Euro Umsatz

„Mit steigenden Einzelhandelsumsätzen im Internet sinkt die Frequenz in den Innenstädten“, beobachtet Ingo Herbst (67), geschäftsführender Gesellschafter der Göttinger Firma Contigo. Doch setzt der Fair-Trade-Händler mit eigenem Onlineshop weiterhin auch auf Wachstum im Filialgeschäft.

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Quelle: Vetter

Göttingen. In 16 City-Läden deutschlandweit vertreibt das Unternehmen fair gehandelten Kaffee aus eigener Röstung sowie Kunsthandwerk, vergangenes Jahr feierte man den 25. Firmengeburtstag. Contigo führt selbst einen Onlineshop, der heute vier Prozent des Umsatzes (2014: 7,4 Mio. Euro) erwirtschaftet. „So viel wie ein mittlerer Laden“, kommentiert der geschäftsführende Gesellschafter Ralph Wüstefeld (53), der sich 2008 ins Unternehmen einkaufte. Der Onlineshop wachse überproportional, so der Diplomkaufmann.

Er und Herbst sind trotzdem überzeugt, dass die Mehrheit der Kunden nicht auf das Einkaufserlebnis verzichten will. Sie setzen daher auf den Ausbau des Filalnetzes, das in den vergangenen zehn Jahren um fünf Läden wuchs. „In Einkaufszentren können wir nicht gehen, da jeder Shop seinen Kaffee selbst röstet und daher einen Schornstein benötigt“, erklärt Wüstefeld. Der Kaffee, mit dem Contigo ein Sechstel des Umsatzes mache, sorge für Frequenz in den Geschäften.

„Wir suchen aktiv nach Standorten“, betont der Kaufmann. Die Göttinger konzentrieren sich dabei auf Großstädte, die touristisch attraktiv sind, über hohe Kaufkraft verfügen und eine Universität besitzen. Junge Menschen versucht Contigo mit einem modernen, modischen Sortiment zu erreichen. „Die ältere Kundschaft wollen wir mit Qualität überzeugen“, erklärt Herbst.

Finanziert wird das Wachstum über die eigenen Erträge. Die beiden Gesellschafter haben sich gegenüber den 112 Mitarbeitern verpflichtet, kein Geld für sich aus der Firma zu entnehmen. Zusätzliche Mittel erschließt sich das Unternehmen durch sogenannte Nachrangdarlehen. Contigo zahlt seinen 450 Anlegern 4,2 Prozent Zinsen. Die Darlehen sind dem Eigenkapital gleichgestellt. „Im Falle einer Insolvenz ist das Geld verloren“, stellt Wüstefeld klar.

Contigo ist zudem Großhändler. Die Göttinger beliefern von ihrer Zentrale in der Wilhelm-Lambrecht-Straße 3 aus 450 Weltläden in Deutschland und 90 in Österreich. Herbst hat einst den Göttinger Weltladen gemeinsam mit anderen gegründet. „Weltläden werden in der Regel von Ehrenamtlichen betrieben und haben nur einige Stunden in der Woche geöffnet“, erklärt er.

Herbst beschloss das Konzept zu professionalisieren: gute Lagen, normale Öffnungszeiten und regulär bezahlte Mitarbeiter. Um die Beschäftigten zu motivieren, schüttet Contigo 25 Prozent des Ergebnisses an die Mitarbeiter aus. Die Beschäftigten – das Durchschnittsalter liegt unter 40 Jahren – werden monatlich über Umsatz, Kosten und Ergebnis informiert. Zur Contigo-Gruppe gehört schließlich noch ein Verein, der soziale Projekte in Übersee unterstützt.

Von Michael Caspar

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