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Contitech macht in Northeim Dampf

Eigenes Kraftwerk Contitech macht in Northeim Dampf

„Unsere Gasturbine funktioniert wie die eines Flugzeugs“, sagt Dirk Bierwirth, der beim Contitech-Werk in Northeim die Technik und das Energiemanagement leitet. Die Turbine ist das Herzstück eines sechs Millionen Euro teuren Kraftwerks, das Contitech-Vorstand Hans-Jürgen Duensing am Dienstag gemeinsam mit Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser (parteilos) in der Breslauer Straße 14 in Betrieb nahm.

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Nahmen das werkseigene Kraftwerk in Betrieb: Dirk Bierwirth und Hans-Jürgen Duensing mit Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser (v. l.).

Quelle: Richter

Northeim. Die Turbine erzeugt Schub und eine Drehbewegung, die zum Antrieb eines Generators dienen. Er kommt auf eine elektrische Leistung von 5,6 Megawatt. „Der gewonnene Strom reicht aus, um den Bedarf von 10 000 bis 15 000 Drei-Personen-Haushalten zu decken“, führt Bierwirth aus. Die Northeimer benötigen den Strom selbst, nur eine kleine Menge wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Contitech hat eigens 20 Kilometer Stromleitungen verlegt.

Die 600 Grad Celsius heiße Abwärme wird mit zwei Brennern weiter aufgeheizt. So wird unter einem Druck von 18 Bar 210 Grad Celsius heißer Dampf erzeugt. Er kommt in der Vulkanisierung des gummierzeugenden Unternehmens zum Einsatz. So erhalten Kautschukprodukte wie Fördergurte, Schläuche oder gummierte Gewebe in Pressen ihre elastische Eigenschaft. Durch die Nutzung des Stroms und der Wärme erreicht die Anlage eine hohe Effizienz. „Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen erzeugen wir 10 000 Tonnen Kohlendioxid weniger“, hebt Bierwirth hervor. Das Unternehmen leistet so einen Beitrag zum Umweltschutz.

Außerdem verringert die Contitech ihre Energiekosten, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Die Anlage soll sich in fünf Jahren amortisieren.

Mit der eigenen Stromerzeugung schützen sich die Northeimer zudem gegen Stromausfälle, erklärt Contitech-Vorstand Duensing, der auch die Fördergurt-Gruppe des Unternehmens leitet. Derzeit sei das zwar kein Thema, so der Manager, aber die Netze würden durch die dezentrale Stromversorgung nicht stabiler.

Das 70 Quadratmeter große und fast zehn Meter hohe Gebäude mit dem 25 Meter hohen Edelstahl-Schornstein ist innerhalb von sieben Monaten auf der grünen Wiese hinter dem Fabrikgebäude entstanden. Von einem „straffen Zeitplan“ spricht Vorstand Duensing.

Bürgermeister Tannhäuser, der früher ähnliche Anlagen selbst plante, zeigt sich beeindruckt. Die Contitech vereine Ökonomie, Ökologie und Soziales, betonte er.

Von Michael Caspar

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