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DAK-Report für Landkreis Göttingen: Zunahme von Krankenfällen

Mehr „Rücken“, mehr „Psyche“ DAK-Report für Landkreis Göttingen: Zunahme von Krankenfällen

Der DAK-Gesundheitsreport 2015 zeigt für Stadt und Landkreis Göttingen eine Zunahme der Ausfalltage. Der Krankenstand stieg von 3,9 Prozent im Jahr 2013 auf 4,1 Prozent im Jahr 2014 an und liegt damit über dem Landesdurchschnitt von 3,9 Prozent. Bedeutende Ursache: Arbeitsverdichtung.

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Göttingen. Atemwegserkrankungen wie Erkältungen gingen als Krankheitsursache um 26 Prozent zurück, sind aber insgesamt die dritthäufigste Ausfallursache.

Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen stiegen hingegen um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und waren die zweithäufigste Krankheitsursache – jeder sechste Ausfalltag geht darauf zurück.

Auf Platz eins der meisten Ausfalltage stehen Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen, die einen Anstieg um 15 Prozent zu verzeichnen hatten. Fast jeder vierte Fehltag beruht auf dieser Diagnose.

„Es ist ein klarer Trend zu psychosomatischen Erkrankungen zu erkennen“, sagt Hiltrud Degenhard, Geschäftsstellenleiterin der DAK-Gesundheit in Göttingen – der Krankenstand bedingt durch psychische oder Rückenerkrankungen nimmt kontinuierlich zu. Dabei handele es sich zudem oft um komplizierte Erkrankungssituationen. Rückenbeschwerden könnten etwa ursächlich für psychische Leiden sein – oder umgekehrt. Entsprechend langwierig seien solche Fälle.

„Wir beobachten diese Zunahme insbesondere in Berufsgruppen im pädagogischen Bereich – Lehrer, Erzieher, im Kirchenkreisamt oder in Pflegeberufen“, so Degenhard. „Dort hat der Leistungsdruck durch Arbeitsverdichtung aufgrund von Personalabbau zugenommen.“

Manche Arbeitgeber ließen zwar Auswertungen anfertigen, um einen Einblick in die Dimension des Problems in ihrem Betrieb zu gewinnen, andere wiederum wüssten um die Problematik, aber wollten nicht tätig werden. „Wir können nicht feststellen, dass Arbeitgeber beim Problem der Arbeitsverdichtung ihren Mitarbeitern entgegenkommen“, so Degenhard. „Wenn nicht umgedacht wird, ist ein weiterer Anstieg der Erkrankungen zu erwarten.“ In Niedersachsen sind Fehltage durch psychische Erkrankungen seit dem Jahr 2000 um 116 Prozent gestiegen.

Ein Sonderthema des Gesundheitsreports war Doping am Arbeitsplatz. Hier stellte die DAK-Gesundheit fest, dass der Anteil derjenigen, die schon einmal Hirndoping eingesetzt haben, sich von 4,7 Prozent im Jahr 2008 auf 6,7 Prozent im Jahr 2014 erhöht hat. Gründe sind meist hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung. Der Medikamentenmissbrauch zur Leistungssteigerung findet nicht primär bei Führungskräften oder Kreativen statt, vielmehr sind es vor allem Erwerbstätige mit einfachen oder unsicheren Arbeitsplätzen, die gefährdet sind.

„Auch wenn Doping im Job noch kein Massenphänomen ist, sind diese Ergebnisse ein Alarmsignal“, so Degenhard. „Deshalb müssen wir vorausschauen und über unsere Wertvorstellungen und Lebensstilfragen diskutieren.“

Von Sven Grünewald

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