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Denken, rausgehen, entwerfen, testen

Design Thinking Denken, rausgehen, entwerfen, testen

Es ist die Erfolgsmethode von Google und jungen Unternehmen: Mit Design Thinking lassen sich gezielt Produkte und Konzepte entwickeln. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) veranstaltete einen Workshop, der dies mit zwei Göttinger Unternehmen testete.

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Design Thinking-Workshop in Göttingen

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Der Seminarraum war voll: Rund 25 Medienvertreter, Selbständige, Kreativunternehmer, Uni-Mitarbeiter wollten wissen, wie Design Thinking funktioniert. Die Methode soll helfen, gezielt Innovationen zu entwickeln - und dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um ein Zwei-Mann-Unternehmen handele oder einen Konzern, so Jonas Brunnert von der Agentur Innoki, der den Workshop leitete. Innovationen seien dann erfolgreich, wenn sie einen Kundennutzen bedienten, also vorhandene Bedürfnisse bedienten.

„Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: ein schnelleres Pferd“ - dieser Ausspruch Henry Fords verdeutliche, dass Menschen ihre Bedürfnisse oft nicht konkret in Worte fassen könnten, daher sei es wichtig, sich gezielt auf die Suche zu begeben. Entsprechend funktioniere Design Thinking immer ausgehend vom Nutzer, so Brunnert. Ergänzend komme hinzu, dass sich immer multidisziplinäre Teams mit der Fragestellung befassen.

Für die Workshopteilnehmer gab es zwei konkrete Fragestellungen, die jeweils von unterschiedlichen Gruppen bearbeitet wurden. Beide stammen aus dem ersten Göttinger Kreativ Challenge, der eine Woche zuvor stattgefunden hatte: zum einen die Frage des Catering-Unternehmens SuppKultur aus Klein Lengden, wie und auf welchen Ebenen man die eigene Philosophie - regional, Bio, saisonal, achtsame Zubereitung - einem immer größer werdenden Kundenkreis kommunizieren könne. Die zweite Idee stammt vom Göttinger Startup Yourcar, das mit seiner hochflexiblen, erdgasbetriebenen Flotte seit einem Jahr als dritter Carsharing-Anbieter in Göttingen unterwegs ist und wissen wollte, wie man Menschen dazu bringen kann, auf ein eigenes Auto zu verzichten.

Vier Arbeitsgruppen machten sich Gedanken über mögliche Nutzergruppen und wie diese zu den beiden Themen befragt werden konnten. Dann ging es raus auf die Straße, um das auch real herauszufinden. Aus den Ergebnissen wurden für die Themen dann Lösungsvorschläge erarbeitet.

Annemarie Schnee von SuppKultur jedenfalls ist überrascht und begeistert - sowohl von der Methode als auch dem Ergebnis. Wenngleich sie noch „eine Nacht darüber schlafen“ müsse, was nun konkret für ihr Unternehmen daraus folgen kann. „Ich bin noch etwas sprachlos, weil die Ergebnisse sehr komplex sind.“ Beide Gruppen, die sich mit ihrer Frage befasst haben, hätten ganz unterschiedliche Wege verfolgt. „Aber von beiden kamen viele allgemeine Anregungen wie auch konkrete Schritte. Das hat mich auf jeden Fall weitergebracht.“

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