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Der falsche Fuffziger

Fehlalarm bei einer Göttinger Kundin Der falsche Fuffziger

Eine Göttinger Kundin hat Geld aus dem Automaten gezogen, das beim nebenan gelegenen Schalter wegen Falschgeldverdacht aus dem Verkehr gezogen wurde. Nach wochenlanger Prüfung zeigte sich: Fehlalarm. Echte Blüten sind selten.

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Am häufigsten gefälscht: Der 50-Euro-Schein. Am 4. April 2017 kommt der neue Fünfziger in Umlauf.

Quelle: Sven Hoppe

Göttingen. Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2016 etwas über 45 000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 2,3 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen - eine leichte Steigerung gegenüber dem vorherigen Halbjahr. Knapp 58 Prozent der Fälschungen sind 50-Euro-Scheine, knapp 27 Prozent entfallen auf 20-Euro-Scheine. Regionale Zahlen, etwa zur Bundesbank-Filiale in Göttingen, werden nicht herausgegeben. Allerdings seien landesweit in den Polizeidirektionen Göttingen und Lüneburg die wenigsten Fälle zu verzeichnen, so das Landeskriminalamt (LKA).

Statistisch passiert es daher ausgesprochen selten, dass jemand mit einer Blüte in Kontakt kommt. Das ist auch der Eindruck von Göttinger Händlern. „Ich glaube, wir hatten einmal einen falschen Fünf-Euro-Schein, das war vor vier oder fünf Jahren“, erinnert sich Alexander Grosse, Inhaber des Göttinger Schreibwarenhandels Wiederholdt. Bei Holzland Hasselbach aus Rosdorf habe es dagegen bislang noch nie einen solchen Fall gegeben, sagt Geschäftsführerin Birgitt Witter-Wirsam. Und beim Lebensmittelhändler Tegut komme es zwar vor, allerdings „selten“, so Pressesprecherin Stella Kircher.

Die Täter hätten auch sehr trickreiche Maschen entwickelt, das Geld in Umlauf zu bringen, so Stephanie Weiß, Kriminaloberkommissarin beim LKA. Gehäuft sei dies etwa im Gedränge der Weihnachtsmärkte in den Jahren 2014 und 2015 passiert, bei Ebay-Verkäufen holten die Täter die Ware persönlich ab und bezahlten bar. Sonst geschehe es aber schwerpunktmäßig im Einzelhandel. Videoaufzeichnungen zeigten beispielsweise, wie Täter die Verkäufer in komplizierte Verhandlungen verwickelten, mal einen falschen, mal einen echten Schein zückten und am Ende dann das Falschgeld bei dem verunsicherten Verkäufer platzieren konnten.

Da helfe es grundsätzlich, Mitarbeiter zu sensibilisieren. Gleichzeitig hilft Kontrolltechnik wie ein Stift oder spezielle Lampen. Fällt dann ein Schein als verdächtig auf, muss automatisch eine Anzeige erstattet werden, die Daten des Kunden sollten aufgenommen werden, die Polizei beschlagnahmt den Schein.

Die Göttinger Kundin hatte Glück. Zwar sei es praktisch ausgeschlossen, dass Falschgeld in einen Geldautomaten gelange, so die Bundesbank, doch hatte sie den verdächtigen Schein genau daher. Die Prüfung dauerte zwar zwei Monate, dann erhielt sie den Betrag zurückerstattet. Hätte nicht gezeigt werden können, dass das Geld direkt aus dem Filialautomaten ohne Manipulationsgelegenheit kam, hätte sie den Schaden tragen müssen und plausibel belegen müssen, dass sie den Schein unwissentlich in Umlauf gebracht hat.

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