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Der unbequemste Rechner für den Chef

Zahlreiche IT-Defizite bei Mittelständlern Der unbequemste Rechner für den Chef

„Der Chef sollte den am besten gesicherten Computer der Firma verwenden, das heißt den Rechner, der sich am unbequemsten benutzen lässt“, meint Johannes Loxen, geschäftsführender Gesellschafter der Göttinger Sernet GmbH. Er sprach vor dem Club der Göttinger Wirtschaft über IT-Sicherheit.

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ID 2013-02-1033
Oppermann bei SerNet
Bahnhofsallee 1b
Thomas Oppermann, Olaf Lies, Gabriela Andretta auf Sommertour - hier mit Johannes Loxen

Quelle: Peter Heller

Göttingen. „Angestellte Manager in Konzernen sorgen schon aus eigenem Interesse in diesem Bereich für hohe Standards“, führte Loxen vor 30 Zuhörern im Medienhaus an der Göttinger Bahnhofsallee aus. Sie würden zudem vom Aufsichtsrat kontrolliert. Der Leiter der Informationstechnik, der Datenschutz- und der Sicherheitsbeauftragte arbeiteten ihnen zu. In mittelständischen Unternehmen hänge dagegen alles am Geschäftsführer. Dieser unterschätze oft die Gefahren, die im Bereich der Informationstechnologie bestehen können. Er betrachte IT häufig als Kosten-, nicht als Produktionsfaktor.

„Die Probleme beginnen beim Tablet des Chefs“, erklärte Loxen. Es gebe immer noch Unternehmer, die kein Kennwort verwendeten. „Was ist mit dem eigenen Fingerabdruck?“, erkundigte sich ein Zuhörer. In Deutschland sei eine biometrische Zugangskontrolle gut, erwiderte Loxen. In den USA fiele der Fingerabdruck im Gegensatz zum Kennwort nicht unter das Zeugnisverweigerungsrecht. Ein Richter könne durch Beugehaft einen Unternehmer zwingen, den Behörden so Zugang zum eigenen Rechner zu gewähren.

„Bei vielen Geräten gilt es, die Sicherheit im Blick zu haben“, betonte Loxen. Android-Smartphones seien so günstig, weil Nutzer mit ihren Daten zahlten. Sie würden vom Hersteller weiterverwendet. Multifunktionsprinter könnten interne Dokumente verschicken. Flachbildschirme zeichneten die geschauten Inhalte auf und leiteten diese Informationen an den Hersteller weiter. Navigationgeräte lieferten Dritten GPS-Daten. Funkschlösser von Autos ließen sich knacken.

Loxen empfahl den Unternehmern, gestaffelte Zugangskontrollen für Mitarbeiter einzurichten. Manchmal gelte es auch, nicht so IT-kompetenten Beschäftigten den Zugriff auf bestimmte Funktionen zu verwehren. Ein wichtiges Thema sei die Datensicherung. Unternehmer sollten ausprobieren, ob sie gelöschte Dateien über ein Backup wieder herstellen könnten. Bei Mails gelte es, die Mitarbeiter auf die Gefahren von Anhängen und Links aufmerksam zu machen. Loxen: „Neugier tötet.“

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