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Deutsche Bank wächst „solide“ im Marktgebiet Göttingen/Hildesheim

Geschäftsvolumen von 3,3 Mrd. Euro Deutsche Bank wächst „solide“ im Marktgebiet Göttingen/Hildesheim

Ein „solides Wachstum“ hat die Deutsche Bank in ihrem Marktgebiet Göttingen / Hildesheim im Geschäftsjahr 2014 erzielt. In einem Marktumfeld, das durch niedrige Zinsen, Marktschwankungen und Digitalisierung geprägt sei, habe sich das Institut trotz intensivem Wettbewerb „auf hohem Niveau“ behauptet.

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Rekordgeschäft mit Anlagen und Versicherungen: Direktoren Stephan Hinz, Andreas Herbst und Achim Walter (von links).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das erklärten gestern die Direktoren Stephan Hinz (50), Andreas Herbst (48) und Achim Walter (48) beim Jahrespressegespräch in der Zindelstraße 3/5. Hinz leitet im Marktgebiet das Privatkunden-, Herbst das Firmenkundengeschäft. Walter ist Chef der Filiale Göttingen.

162 Deutschbänker, davon 43 in Göttingen, betreuen im Marktgebiet 123 000 Kunden. In der südniedersächsischen Universitätsstadt, dem wichtigsten Deutsche-Bank-Standort der Region, beläuft sich die Zahl der Kunden auf 26 000 Personen. Das Geschäfsvolumen, die Summe aller Einlagen, Investments und Kredite belief sich 2014 auf rund 3,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 3 Mrd. Euro).

„Stark“ sei das Geschäft mit Anlagen und Versicherungen gewachsen, erklärte Hinz. Im dritten und vierten Quartal hätten die Zuwächse „Rekordniveau“ erreicht. Der Grund: Angesichts von Null-Zinsen für risikoarme Anlageformen kehrten mehr und mehr Kunden an die Kapitalmärkte zurück. Weil dort die Risiken höher seien, gebe es mehr Beratungsbedarf. Davon profitiere die Deutsche Bank, zu deren Stärke „ein besonderes Know-how im Wertpapierbereich“ gehöre. Das Depotvolumen sei im Marktgebiet auf 1,1 Mrd. Euro (+6%) gestiegen. In Göttingen lägen auf den Depots 318 Mio. Euro. Dazu habe auch eine Depotwechselkampagne beigetragen.

Das Einlagenvolumen im Marktgebiet kletterte auf 911 Mio. Euro (+13,9%), davon 240 Mio. Euro in Göttingen (+31,4%). Zu diesem Wachstum trug ein Festgeldangebot mit einem Zinssatz von 1,25 Prozent bei. „Bis diese Gelder abgelaufen sind, müssen wir die Kunden für andere Anlageformen interessieren“, gab Hinz als nächstes Ziel vor.

Ungebrochen ist nach Darstellung der Deutschbänder die Attraktivität von Immobilien, sei es als Eigenheim oder als Kapitalanlage. Trotz angezogener Preise in der Stadt Göttingen wollte Hinz nicht von einer „Überhitzung“ sprechen. Die „sehr niedrigen Zinsen“ wirkten ausgleichend, ergänzte Filialchef Walter. Das Baufinanzierungsvolumen im Marktgebiet liege bei 917 Mio. Euro (+8,7%), davon 193 Mio. Euro in Göttingen (+12%). Deutschlandweit werde jede siebe Immobilie von der Deutschen Bank finanziert. Ein Trend: Kunden nutzten verstärkt öffentlich geförderte Finanzierungsbausteine. So sei der Anteil der KfW-Darlehen im Vergleich zum Vorjahr von 3,7 auf 4,4 Prozent gestiegen.

Ein „Rekordniveau“ erreichte die Deutsche Bank bei den privaten Krediten etwa für Autos oder Wohnungseinrichtungen. In der Marktregion stiegen sie auf mehr als 1,2 Mrd. Euro (+6%). In Göttingen betrug das Kreditvolumen 249 Mio Euro (+23%).

Im Marktgebiet gewann die Deutsche Bank 117 neue Firmenkunden, davon 49 in Göttingen (+4%), so Herbst.

Von Michael Caspar

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