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Die Angst, als Versager dazustehen

Studienabbrecher Die Angst, als Versager dazustehen

Welche beruflichen Möglichkeiten bestehen nach einem Studienabbruch? Über die vielfältigen Möglichkeiten haben Arbeitsagentur, IHK und Handwerkskammer sowie verschiedene Arbeitgeber informiert.

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Die Universität bietet für viele keine Zukunft.

Quelle: Heller

Göttingen. Geschätzt verlassen zwischen einem Drittel und einem Viertel aller Studenten die Uni ohne Abschluss, verlässliche Statistiken existieren nicht. Trotz vieler Alternativen hätten Abbrecher andere Formen der Ausbildung jedoch „meist nicht auf dem Schirm“, so Nadia Mohseni Akhavan von der IHK. Als Beispiel fragte sie nach dem Beruf des Verfahrensmechanikers, den unter anderem der Automobilzulieferer Conti in Northeim anbietet und der „hervorragende Perspektiven“ biete. Von den rund 30 anwesenden Studenten hatte noch niemand von dem Beruf gehört.

Entscheidung braucht Zeit

„Zu theoretisch, falsche inhaltliche Erwartungen, komme mit Selbstorganisation nicht zurecht“, das sind laut Annette Mittag vom Uni-Büro der Arbeitsagentur die häufigsten Gründe für den Studienabbruch. Die Entscheidung dazu sei in der Regel ein Prozess, der Zeit brauche, vor allem aus falscher Scham: „Sie haben Angst, vor Familie und Freunden als Versager dazustehen.“ Dabei hätten sie keinen Grund, sich zu schämen.

„Sie haben doch etwas, mit dem Sie aufwarten können, beispielsweise Lebenserfahrung sowie die Fähigkeit, sich gezielt Wissen anzueignen“, betonte Personalentwickler Jan Karsten-Brandt vom IT-Unternehmen Sycor, dessen Azubis zu rund einem Viertel Studienabbrecher sind. Das sieht Christian Deppe von „Lodhiamedics“ genauso. Das Unternehmen für medizinische Personalvermittlung hat einen 30-jährigen Studenten der Sozialwissenschaften als Azubi für den Personalkaufmann eingestellt: „Den konnten wir bereits nach sechs Monaten in den Außendienst schicken.“

"Was für ein Geschenk"

Allerdings sei die Umstellung vom Studium auf eine Ausbildung mitunter schwierig. So müssten sich die ehemaligen Akademiker etwa darauf einstellen, von Menschen angeleitet zu werden, die über einen geringeren Bildungsgrad als sie selbst verfügten.

Aber das sei es wert, so Jan Dressler, der nach drei Semestern Digitale Medien - „alles nur graue Theorie, ich hab ziellos vor mich hin studiert“ - jetzt Tischler lernt: „Aus Holz etwas Schönes schaffen, was für ein Geschenk.“ Zumal die Möglichkeit bestehe, nach der Ausbildung an die Uni zurückzukehren. „Nicht wenige, die zu uns kommen, benötigen eine Pause vom Studium, erwägen aber, es später wieder aufzunehmen“, so Mittag. hr

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