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Digitalisierung in der Daseseinsvorsorge

Regionalmanagements im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis Digitalisierung in der Daseseinsvorsorge

Bestehende  und zukünftige Herausforderungen haben im Mittelpunkt des 5. Forums Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung an der Hochschle für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Fakultät Ressourcenmanagement in Göttingen gestanden.

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Ulrich Harteisen

Quelle: EF

Göttingen. Zentrales Thema der von Prof. Ulrich Harteisen eröffnete Veranstaltung war der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. „Themen wie Demografie, Globalisierung und auch die aktuelle Flüchtlingsthematik erfordern eine  thematische und gegebenenfalls auch organisatorische Neuausrichtung.“, so Harteisen. Daraus resultierte  nämlich steigende Anforderungen an das Berufsfeld und die Hochschule. Regionalmanagement stehe im Spannungsfeld zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und sozialen Themen.

Die knapp 80 Teilnehmer, die  überwiegend Praxispartner aus dem Regionalmanagement, Studierende des Masterstudiengangs Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung sowie Alumni der HAWK waren, nutzten den Tag, um aktuelle Themen des Berufsfeldes zu diskutieren.

„Um die verschiedenen Systeme zu koppeln, brauche es das Regionalmanagement als Scharnier“, führte Leo Baumfeld von der ÖAR Regionalberatung GmbH aus Wien in seinem Vortrag aus. Michael Stolte, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, bestätigte die Bedeutung als Koordinator etwa beim Breitbandausbau in Zusammenarbeit mit den Kommunen. „Die Verbindung von Digitalisierung und regionale Daseinsvorsorge ist eines der Zukunftsthemen“, so Stolte im weiteren Verlauf seines Vortrags.

Holger Schach von der Regionalmanagement Nordhessen GmbH warnte jedoch davor, dass angesichts wachsender Anforderungen der Bereich noch komplexer werden könne und die Scharnierstelle Regionalmanagement irgendwann Problemlöser für alles sei. Daher werden strategisches Denken und Kooperationen immer bedeutsamer.

Allgemeine Übereinstimmung der Referenten herrschte bei der Ansicht, dass Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung zunehmend ineinander übergehen und sich zukünftig gemeinsam entwickeln müssten.
Im Anschluss an die Vorträge fanden Workshops zu den Themen „Was bedeutet die aktuelle Flüchtlingssituation für die Zukunft des Regionalmanagements?“, „Perspektive Studium und dann die berufliche Realität?!“ und „Entwicklungsvorteil Regionalmanagement“ statt. Die Themen wurden von den Studierenden entwickelt, moderiert und anschließend die Resultate im Plenum präsentiert.

Zum Abschluss des Tages trug Leo Baumfeld die zentralen Erkenntnisse zusammen. Regionalmanagement biete eine faszinierende Themenvielfalt. Die einhergehende Komplexität des Berufsfeldes erfordere Fach- und Methodenkenntnisse sowie die Entwicklung von Persönlichkeit. Alle drei Bereiche müssten Eingang in die Lehre finden. Zum Thema Entwicklungsvorteil fasste Baumfeld zusammen, dass Innovationen im ländlichen Raum als System etabliert werden müssten und bezog dabei insbesondere soziale Innovationen mit ein.

Das Veranstaltungsformat Forum Regionalmanagement ist laut Harteisen eines der wenigen Austauschplattformen für Regionalmanager in Deutschland. Im nächsten Jahr soll es erneut stattfinden.

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