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Dinkelbrot vom Südniedersachsen-Acker

25 Landwirte bauen erstmals Dinkel in der Region an Dinkelbrot vom Südniedersachsen-Acker

Dinkelbrot gilt als besonders gesund. Um den steigenden Bedarf zu decken, hat der Landhandel Weiterer aus Algermissen bei Hildesheim ein Pilotprojekt gestartet. 25 Landwirte in Südniedersachsen bauen in diesem Jahr erstmals die alte Getreidesorte an. Sie werden im Sommer voraussichtlich 2000 Tonnen ernten.

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25 Landwirte in Südniedersachsen bauen in diesem Jahr erstmals die alte Getreidesorte an.

Quelle: EF

Moringen. Dinkel stammt aus der Region am Kaspischen Meer. Seit der späten Bronzezeit, 1000 vor Christus, wird er in Mitteleuropa angebaut. Die einst auch in Deutschland weit vertreitete Getreideart ist seit dem 18. Jahrhundert durch den Weizen verdrängt worden. Mit dem Ökolandbau hat das Getreide, das auch auf schlechteren Böden gute Erträge erzielt, ein Comeback erfahren. Nun entdecken auch konventionell wirtschaftende Bauern die Feldfrucht.

Zu ihnen gehören die Moringer Landwirte Bernd und Andreas Bundstein. „Der Landhandel Weiterer zahlt uns für die Tonne Dinkel 70 Euro mehr als für die gleiche Menge Weizen“, berichten sie. Damit würde der um gut zehn Prozent geringere Flächenertrag mehr als ausgeglichen. Weitere Argumente für den Dinkel: Eine weitere Anbaufrucht sorge für mehr Abwechslung, was den Böden gut tue. Das Getreide benötige weniger Stickstoffdünger als Weizen. Das sei angesichts der Verschärfung der Düngeverordnung ein Pluspunkt.

Es gibt aber auch Herausforderungen: „Die Halme des Dinkels sind im Gegensatz zu denen des Weizens mit mehr als einen Meter ungewöhnlich lang“, sagt Bernd Bodenstein. Damit bestehe das Risiko, dass die Pflanzen bei Sturm und Regen umfielen. Das erschwere die Ernte. „Außerdem treiben die Körner dann aus“, warnt Karl Fricke von der Landberatung Northeim. Andererseits setzten Pferdehalter gerne Dinkelstroh als Einstreu und auch als Futter ein.

Ungewohnt für Bauern ist, dass beim Dinkel das Korn zusammen mit dem es umgebenden Spelz geerntet wird. „Dadurch verdoppelt sich das Erntevolumen“, sagt Landberater Fricke. Die Transportkosten erhöhten sich entsprechend. Für Dinkelspelzen gäbe es aber Interessenten: Sie eigneten sich gut zum Füllen von Kissen.

„Verarbeitet wird das Getreide in Mühlen der Region“, kündigt Landhandelchef Stephan Weiterer an. Er habe mehrere Abnehmer. Die Mühlen hätten ihn nach Dinkel gefragt. Diesen Wunsch habe er als Landhändler aufgenommen. Um den Verkauf des Mehls an die Bäckereien kümmerten sich die Mühlen. Sie müssen in Entspelzungsanlagen investieren, um den Dinkel verarbeiten zu könne. Einer von Weiterers Kunden, ein Unternehmen mit Sitz in Braunschweig, tut das derzeit an seinem Standort in Salzgitter.

Die Bundstein-Brüder bauen erst einmal auf 16 Hektar Fläche Dinkel an. Das entspricht 20 Prozent ihrer Gesamtfläche. 2014 kamen in Deutschland auf 7,1 Mio. Hektar Weizenanbau 30000 Hektar Dinkelanbau.

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