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Duderstädter EEW bei Strom und Gas am zweitteuersten

Kartellamt vergleicht Tarife Duderstädter EEW bei Strom und Gas am zweitteuersten

Das Landeskartellamt Niedersachsen hat sich die Strom- und Gastarife der niedersächsischen Grundversorger vorgenommen. Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) landete auf Platz zwei – nur noch der Tarif der RWE Vertrieb GmbH war höher. 908,64 Euro kostet der Strom der EEW pro Jahr im Durchschnitt.

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Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH hat auf den ersten Blick einen sehr teuren Grundversorgungstarif.

Quelle: Schauenberg

Hannover/Duderstadt. Im regionalen Vergleich die günstigsten Anbieter sind hingegen die Versorgungsbetriebe Hann. Münden GmbH mit Stromkosten von 839,24 Euro pro Jahr. Auf den ersten Blick keine kleine Differenz.

Sieht man allerdings genauer hin, relativiert sich das Bild. Denn verglichen wurden nur die Grundversorgungstarife der Grundversorger. Aufgrund des weitgehend liberalisierten Strommarktes gibt es in jeder Stadt mehrere Stromanbieter mit in der Regel verschiedenen Tarifen, aber immer nur einen Grundversorger. Dieser wird alle drei Jahre ermittelt, ausschlaggebend ist, wer in einem Netzgebiet die meisten Kunden verzeichnet. Diesem Anbieter kommt der Grundversorgungsauftrag zu.  

Im Strommarkt herrscht eigentlich ein reger Wettbewerb, Kunden können ihre Stromanbieter problemlos wechseln. Die Rolle des Grundversorgers bedeutet, dass er jeden Kunden annehmen muss. Das betrifft vor allem sozial bedürftige Menschen, die auch schon mal eine Stromrechnung nicht bezahlen können.  „Deswegen gibt es hier eine besondere Zuständigkeit der Kartellbehörde, da in der Grundversorgung per se eine Monopolstellung existiert“, sagt Stefan Wittke, Pressesprecher im niedersächsischen Wirtschaftsministerium. „Und wenn wir dann feststellen, dass die Preise so deutlich unterschiedlich sind, sprechen wir mit den Versorgern.“  

Der Strompreis ist eine komplizierte Sache: Etwa die Hälfte des Preises entfällt auf Steuern, Abgaben und Umlagen und ist für alle Stromanbieter gleich. Regionale Unterschiede ergeben sich erst bei den Netzentgelten, die für das Durchleiten des Stroms durch die Kabel zu entrichten sind, doch auch diese sind relativ eng kalkuliert und müssen von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Erst bei den eigentlichen Vertriebskosten eines jeden Stromanbieters gibt es größere Flexibilität – zu welchen Konditionen wurde der Strom an der Börse eingekauft, wie sehen die Personalstrukturen aus und so weiter. „Der beeinflussbare Preis liegt bei etwa einem Viertel bis einem Drittel des Gesamtpreises“, macht Alexander Wenzel von den Versorgungsbetrieben Hann. Münden deutlich.  

Zurück ins Eichsfeld. „Wir haben in Duderstadt in der Vergangenheit viel in unsere eigenen Netze investiert und daher ein relativ hohes Netznutzungsentgelt“, erläutert Olaf Robitzsch, Geschäftsführer der EEW. „Der Gesamtpreis ist dadurch zwar höher, aber unsere reinen Margen sind im Vergleich gar nicht so hoch. Die Thüringer Energienetze, die das Obereichsfeld versorgen, haben dasselbe Netznutzungsentgelt wie wir, sind aber 1,3 Cent pro Kilowattstunde teurer.“

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