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Durch die Luft aus der Gefahrenzone

Baumfällungen Durch die Luft aus der Gefahrenzone

Wenn beim Göttinger Fachagrarwirt für Baumsanierung und Baumpflege, Andreas Piepenburg (42), das Telefon klingelt, ist oft Gefahr in Verzug. Vor einigen Monaten hatte ein Sturm im baden-württembergischen Hirschhorn eine 40 Meter hohe Fichte, deren Stammdurchmesser sich auf 1,3 Meter belief, umgeknickt.

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In Aktion: Andreas Piepenburg bei einer Baumfällung.

Quelle: EF

Sie war in eine andere, gleichmächtige Fichte gestürzt. Beide drohten nun einen Steilhang hinabzurutschen und die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Heidelberg und Heilbronn zu blockieren. Mehrere hinzugezogene Firmen lehnten den Auftrag, die Bäume zu fällen, ab. Es war ihnen zu gefährlich.

Auf solche Herausforderungen hat sich Piepenburg spezialisiert. 2007 gründete er mit zwei anderen Baumpflege-Firmen sowie der Helix Fluggesellschaft die Arbeitsgemeinschaft Helikopterfällung. Piepenburg ist wie seine anderen beiden Baumpflegekollegen zertifizierter Seilkletterer und Seilzugangstechniker („Industriekletterer“). Die Männer steigen jeweils in die zu fällenden Bäume hinauf. Sie befestigen ein Seil, das vom Helikopter heruntergelassen wird, an einzelnen Teilen und sägen diese dann ab. Der Helikopter fliegt schwere Baumfragmente aus der Gefahrenzone.

„Es verlangt großes Fingerspitzengefühl“, betont Piepenburg. Die Teile am Seil dürften nicht unkontrolliert ins Schwingen kommen. Sie könnten den Kletterer erschlagen, aber auch den Hubschrauber zum Absturz bringen. Die Beteiligten müssten daher jeden Schritt über Funk miteinander absprechen.

Zur Gewichtsabschätzung der Baumteile stellt das Münchner Sachverständigenbüro Brud & Partner Tree-Consult Datenmaterial zur Verfügung. Als die Gruppe in diesem Jahr am Edersee in einem Biotop, das nicht mit schwerem Gerät befahren werden durfte, 200 Bäume fällte, war sogar der Göttinger Standort der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst mit an Bord. Piepenburgs Mitarbeiter Michael Moobacher erfasste für seine Bachelorarbeit bei Professor Steffen Rust das Gewicht jedes einzelnen Baums.

Piepenburg hat sich 2004 nach zehn Jahren Berufstätigkeit in der Branche mit der Firma ATP Baumpflege selbstständig gemacht. Er beschäftigt fünf Mitarbeiter. 50 Prozent seines Umsatzes verdient er mit spektakulären Einsätzen, den Rest mit normalen Baumpflegearbeiten.

Von Michael Caspar

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