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Auswirkungen des regionalen Stromverbrauchs

Netzstabilität in Zeiten der Energiewende Auswirkungen des regionalen Stromverbrauchs

Der Energiemarkt verändert sich von zentraler Stromproduktion zu dezentraler. Wie sich der regionale Stromverbrauch durch Elektromobilität auf die Stabilität der Stromnetze auswirkt, untersuchte das Projekt „Smart Grid“ des Energieversorgers EAM in Jühnde. Erstes Ergebnis: überhaupt nicht.

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Ladesäule in Jühnde mit einem Elektroauto abgebildet. Auf dem Land werden Schnelladesäulen kaum angenommen.

Quelle: EF

Jühnde. „Jühnde ist ländlich geprägt, hat 700 Einwohner und produziert erneuerbare Energie aus Photovoltaik-Anlagen, Windkraftanlagen bei Dransfeld, die wir hinzugerechnet haben, sowie Biogas. Das entspricht unserem typischen ländlichen EAM-Netzgebiet“, sagt Jörg Hausknecht von der EnergieNetz Mitte, der Netzbetreibergesellschaft der EAM.

Mess- und Speichersysteme

Auf dem Land werde im Zuge der Dezentralisierung der Energieproduktion mehr Strom generiert, während Göttingen als Energieschwerpunkt eine Verbrauchsausnahme darstelle. Ebenso verändert sich die Zuverlässigkeit der Energieproduktion – ist es windstill oder scheint die Sonne nicht, wirkt sich das auf die Stromproduktion und damit auch die Netzstabilität aus, daher werden zukünftig intelligente Mess- und Speichersysteme Einzug halten.

Wie sich allerdings der vermehrte Einsatz von Elektroautos auf die Netzstabilität auswirken wird, untersuchte nun das Praxisprojekt der EAM in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen, der Universität Göttingen und dem Centrum Neue Energien in Jühnde. 14 Haushalte bekamen für jeweils eine Woche ein Elektroauto zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt.

Gleichzeitig wurden eine intelligente Mess- und Steuertechnik sowie die notwendige Ladeinfrastruktur, sogenannte Wall-Boxen, installiert.  Jeweils eine Woche lang stand den Haushalten ein Elektrofahrzeug zur freien Nutzung zur Verfügung.

Die im Praxistest überwiegend zurückgelegten Fahrstrecken waren zwischen 20 und 50 Kilometer lang. Nach einer durchschnittlichen Fahrt war der Akku noch nicht völlig leer, es wurden eine bis etwa drei Stunden benötigt, um das Fahrzeug über die Wall-Box wieder vollständig zu betanken. Die meisten Ladevorgänge fanden zwischen 17 und 21 Uhr statt.

Am Tag Göttingen, Abends Auto

„Das heißt, die Ladung findet überwiegend nicht in der Lastspitze statt, sondern im Abendbereich, wenn wir weniger Last im Netz haben“, so Hausknecht. „Das passt gut mit den regional erzeugten Energien zusammen: Tagsüber wandert der Strom physikalisch in den Göttinger Bereich, abends steht er für das Auto zur Verfügung.“

Auch wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig geladen würden, sei die Netzstabilität nicht gefährdet – die EAM hat dies sogar für den Fall durchgerechnet, dass ein Drittel der Haushalte gleichzeitig laden würden. 

Das Ladeverhalten ließ auch Rückschlüsse für den Aufbau und Betrieb der regionalen Ladeinfrastruktur zu. „Unsere Schnellladesäulen im ländlichen Raum werden so gut wie nicht angenommen“, sagt Hausknecht nach drei Jahren Erfahrung mit den bestehenden Säulen. „Aber an neuralgischen Punkten wie am Kauf Park in unmittelbarer Autobahnnähe, da braucht man eine Schnellladeinfrastruktur.“

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