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EU-Projekt will bessere Prüfkonzepte für die Öko-Tierhaltung entwickeln

Verlässlich Bio EU-Projekt will bessere Prüfkonzepte für die Öko-Tierhaltung entwickeln

Bio-Lebensmittel leben von ihrem grünen Image. Um Skandale rund um die Tierhaltung zu vermeiden, entwickeln Organisationen aus Deutschland, England, Italien und Polen jetzt verbesserte Tierschutzkontrollen für den Öko-Landbau. Koordiniert wird das Projekt in Göttingen.

Göttingen. Die EU hat die Förderung des Projekts „Aware“ für drei Jahre bewilligt.

Zum Auftakt kamen Vertreter der internationalen Partnerorganisationen in Göttingen zusammen, um über die Umsetzung des Projektes zu sprechen. In einem ersten Schritt sollen die bereits existierenden Ansätze des Tierschutzes in Europa erfasst werden.

EU-weit existieren für den ökologischen Landbau zwar klare Rechtsvorschriften, „aber man gewinnt den Eindruck, dass sie in jedem Land unterschiedlich ausgelegt und kontrolliert werden“, sagt Stefan Dreesmann, Referent im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium.

Aber das Verständnis, was konkret eigentlich eine artgerechte Haltung ausmacht und worauf die Kontrolleure im Detail zu achten haben, unterscheidet sich teils deutlich, selbst innerhalb Niedersachsens.

Ideen über Mindeststallflächen oder Auslaufpflicht seien nur ein Anfang, so Jochen Neuendorff von der Göttinger GfRS Gesellschaft für Ressourcenschutz, die das Aware-Projekt koordiniert. Es käme darauf an, das Tierwohl stärker in den Blick zu nehmen. Mit Aware soll ein solches neues Prüfkonzept mit tierbezogenen Kriterien für Kontrolleure von Öko-Betrieben – und das europaweit – entwickelt und verfügbar gemacht werden.

Bislang sind solche Ansätze national von verschiedenen Seiten begonnen worden. „Einer der Zwecke des Projektes ist daher, diese verschiedenen Erfahrungen auszutauschen, dadurch auch die eigenen Konzepte zu überprüfen und dann zusammen weiterzugehen“, sagt Chris Atkinson von der britischen Soil Association. Man habe dabei aber immer die praktische Anwendbarkeit vor Augen.

Das Thema ist zudem eines mit einer großen Marktrelevanz. Denn seitens der Verbraucher ist das Thema Tierschutz ein ganz zentrales. „Es geht daher auch darum, mit Aware die Glaubwürdigkeit des Tierschutzes zu erhöhen und diesen weiterzuentwickeln“, betont Prof.  Achim Spiller.

Verbraucher suchten nach einem verlässlichen Kennzeichen für Tierschutz. Dies biete auch weitere Chancen für den Bio-Fleischmarkt, der „noch nicht richtig in die Gänge gekommen ist“, so Spiller. Im Geflügel-Bereich liegt der Bioanteil bei unter einem Prozent.

Im weiteren Verlauf des Projektes will man die neuen Konzepte auf verschiedenen Bio-Höfen ausprobieren, auch in Südniedersachsen.

Von Sven Grünewald

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