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Ebola-Virus beschäftigt Göttinger

Firma Seqlab untersucht Ebola-Virus beschäftigt Göttinger

Mit dem Ebola-Virus, der bereits 4000 Menschen, überwiegend Westafrikaner, getötet hat, beschäftigt sich die Göttinger Firma Seqlab seit fünf Jahren. „Wir untersuchen für ein französisches Forschungsinstitut im westafrikanischen Gabun nichtinfektiöse Proben“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter Bernd-Peter Ernst (53).

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DNA-Spezialisten im Labor: Karla Busch, Jasna Fraatz, Katharina Dörnte, Bernd-Peter Ernst und Michael Betzler (von links).

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die Krankheit breche über lange Zeiträume nicht aus. Die französischen Grundlagenforscher suchten den Wirt, in dem der Virus während dieser Phasen ruht. Mögliche Kandidaten seien Affen oder Fledermäuse.

Der promovierte Chemiker Ernst gründete die Firma Seqlab 1996 mit vier Mitstreitern, von denen einer zwischenzeitlich gestorben ist. Das Unternehmen untersucht für Forschungseinrichtungen, aber auch für Krankenhäuser und Biotechnologie-Firmen Proben des Erbguts (DNA). „Anfangs schafften wir 30 bis 100 Analysen am Tag“, erinnert sich Ernst.

Zwischenzeitlich seien die Preise für die Dienstleistung stark gefallen. Die Untersuchungen erfolgten nun hoch automatisiert. So kämen sie heute auf bis zu 3000 Proben täglich. „Wir gehören damit zu den drei führenden deutschen Unternehmen in diesem Bereich“, sagt der Geschäftsführer.

Seqlab hat einen eigenen Kurierdienst aufgebaut. 15 Fahrer holen die Proben nachmittags von 150 Sammelstellen in 40 deutschen Städten ab. Die Untersuchungen erfolgen über Nacht in den 200 Quadratmeter großen Firmenräumen in der Hannah-Vogt-Straße 1. Die Kunden erhalten ihre Ergebnisse am nächsten Morgen vor 10 Uhr.

Oligonukleotide für DNA-Tests

Mehrheitsgesellschafter von Seqlab mit 28 Mitarbeitern ist seit 2012 die Schweizer Microsynth AG. Das Unternehmen, das 1989 von Tobias Schmidheini gegründet wurde, hat die Anteile von drei Seqlab-Gründern übernommen. „Microsynth hat in der Schweiz bei den DNA-Analysen einen Marktanteil von 90 Prozent“, berichtet Ernst.

Microsyth verfüge über eine gute Internetlogistik, die Seqlab übernommen habe. Zudem produzierten die Schweizer sogenannte Oligonukleotide, die unter anderem bei DNA-Tests verwendet würden. Drei Seqlab-Mitarbeiter kümmerten sich um deren Vertrieb in Deutschland.

„Zum Microsynth-Verbund gehört noch eine Niederlassung in Wien für den österreichischen und osteuropäischen Markt“, erläutert Ernst.

Mit Seqlab beschäftige der Verbund, der nach der Industrienorm ISO 9001 zertifiziert sei, 85 Mitarbeiter. Der Gesamtumsatz liege im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Von Michael Caspar

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