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EcoBus überholt Bürgerbus

Bürgerinitiative legt Projekt auf Eis EcoBus überholt Bürgerbus

Die Bürgerinitiative (BI) Für Osterode hat Stimmung gegen ein Mobilitätsprojekt aus dem Südniedersachsenprogramm gemacht, den EcoBus – ohne vorher Informationen einzuholen. Die EcoBus-Wissenschaftler leisteten nun vor Ort Erklärungshilfe für das Projekt, das gerade erst im Entstehen begriffen ist.

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Die Bürgerinitiative (BI) Für Osterode hat Stimmung gegen ein Mobilitätsprojekt aus dem Südniedersachsenprogramm gemacht, den EcoBus – ohne vorher Informationen einzuholen.

Quelle: Hinzmann

Osterode . „Wir haben Fragen aufgeworfen“, sagt Bernd Hausmann, 1. Vorsitzender der BI. „Etwa wer den EcoBus bezahlt, wenn er nicht kostendeckend arbeitet.“

Als Beispiel wurde der Anrufbus aus dem Landkreis Leer bemüht, der bis zu 650 000 Euro jährlich an kommunalen Zuschüssen erhalte. Dabei handelt es sich um ein auf individuelle Anfragen reagierenden Shuttle-Service in der ländlichen Fläche als Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Für den Landkreis Leer aber eine bewusste politische Entscheidung: „Der Anrufbus wird insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung als notwendiger ÖPNV-Baustein zur Erschließung der Flächengemeinden angesehen“, sagt Michael Kläsener vom Landkreis Leer.

EcoBus ist eines der ersten Projekte aus dem Südniedersachsenprogramm, dessen Finanzierung nun zum Beschluss in Hannover bei den zuständigen Ministerien liegt. Mit kleinen Transportshuttles soll, so das Ziel, ein hochflexibler ÖPNV möglich werden, der auf Abruf bis vor die Haustüre fährt. Der Betrieb soll sich später selbst tragen. Ob die Idee in der Praxis funktioniert, das muss zunächst die Testphase zeigen.

„Die ausführliche Darstellung des EcoBus-Systems war sehr aufschlussreich“, so Hausmann. Das System sei super, Risiken seien aber jetzt natürlich noch nicht einzuschätzen. „Ich denke, wir konnten die Missverständnisse weitgehend aus der Welt schaffen“, so Prof. Marc Timme vom EcoBus.

Die BI hat derweil ihr eigenes geplantes Bürgerbusprojekt auf Eis gelegt – weil die Stadt aus haushaltsrechtlichen Gründen keine Bürgschaft geben konnte und weil man jetzt erst einmal abwarten will, wie sich EcoBus entwickelt.

▶ Kommentar: Mehrkosten?

Eines der Schreckgespenster für jede politische Entscheidung ist fehlende Wirtschaftlichkeit. Sind öffentliche Zuschüsse nötig, sind Angriffsfläche da und Kritik nicht fern. Aber Mehrkosten sind kein Teufelszeug, sondern an der mit ihnen erkauften Leistung zu messen.

Der öffentliche Personennahverkehr benötigt Zuschüsse, und der Bedarf steigt. Es gibt daher nur eine Frage zu beantworten: Gehört der ÖPNV zur Daseinsvorsorge oder nicht? Wer Ja sagt, muss dann im Zweifel auch Mehrkosten in Kauf nehmen.

Wer Nein sagt, muss mit anderen Konsequenzen umgehen – fortschreitende Dorfverödung, eine abgehängte, alternde Bevölkerung etc. Als Totschlagargument taugen Mehrkosten da nicht mehr.

 Von Sven Grünewald

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