Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Edeka pariert Angriff der Discounter

Preiskampf Edeka pariert Angriff der Discounter

Die Edeka Minden-Hannover rechnet mit einer Verschärfung des Preiskampfes im Einzelhandel. „Wir haben noch nicht die letzte Senkungsrunde erlebt“, sagte Konzernchef Dirk Schlüter am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Hannover.

Voriger Artikel
Vom Wochenmarktstand zum Rundumversorger
Nächster Artikel
Benary: Mündener Samenzüchter kaufen Bodger Seeds

Die Edeka Minden plant in den kommenden drei Jahren 140 neue Märkte.

Quelle: David Hecker/ddp

Derzeit nutzten vor allem die Discounter jede Gelegenheit, um Preisstärke zu beweisen. Deutschlands größte Edeka-Regionalgesellschaft, deren Absatzgebiet von der niederländischen bis zur polnischen Grenze reicht, habe die Angriffe jedoch parieren und ihren Marktanteil bei 22 Prozent halten können.

Gleichwohl schlägt sich die seit Jahresbeginn tobende Preisschlacht auch in den Kennzahlen der Edeka-Händler nieder. Derzeit verzeichnen im Sortiment die Edeka-eigenen Marken die stärksten Zuwächse. Deren Preise liegen auf Discounter-Niveau und ermöglichen – wenn überhaupt – nur geringe Margen. Die Folge: Bis April legte der Umsatz auf bestehender Fläche, der in den vergangenen drei Jahren noch um 13 Prozent gestiegen war, lediglich um 0,9 Prozent zu.

Zudem rechnet Schlüter mit sinkenden Renditen für das Gesamtjahr. Der Umsatz werde 2009 zwar noch um 4,6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zulegen, der Nettogewinn jedoch bei gut 26 Millionen Euro quasi stagnieren, prognostizierte der Sprecher der Geschäftsführung. Gleichwohl wollen die Edeka-Manager in Zeiten der Wirtschaftskrise keine generelle Rückkehr der Kundschaft zu Billigmarken erkennen. Vor allem bei frischen Waren gönnten sich die Verbraucher immer häufiger Qualität, berichtete Geschäftsführer Mark Rosenkranz. „Der ideelle Wert von Lebensmitteln steigt in Krisensituationen.“ Hinzu komme, dass kochen und grillen daheim im Trend liege.

Auch deshalb will sich die Genossenschaft, an der mehr als 600 selbstständige Unternehmer beteiligt sind, von der aktuellen Flaute nicht aus dem Konzept bringen lassen. „Nur mit Kostensenkungsprogrammen werden wir die Krise nicht bewältigen“, sagte Schlüter. Der Marktführer hat sich für die kommenden drei Jahre ein 650 Millionen Euro schweres Investitionsprogramm verordnet, das neben einem Komplettumbau der Logistik die Schaffung von 140 neuen Märkten mit 20 Hektar Verkaufsfläche und 4000 neuen Arbeitsplätzen vorsieht. Mehr als zehn Neueröffnungen sind 2009 und 2010 allein in der Region Hannover geplant. Insgesamt beschäftigt die Edeka Minden-Hannover derzeit fast 32.000 Mitarbeiter.

Mehr als 40 Millionen Euro werden die Mindener in den kommenden Jahren allein für den Umbau der Marktkauf-Häuser ausgeben müssen, die in ihr Absatzgebiet fallen. Die Vertriebslinie leidet unter der Schwäche der Selbstbedienungs-Warenhäuser sowie hausgemachten Problemen und schrumpft derzeit auf bestehender Fläche. Die Marktkauf-Häuser sollten ein verbessertes Frische-Angebot bekommen, so Rosenkranz. Zudem müsse man bei allem, was nicht Lebensmittel ist, für eine gefälligere Warenpräsentation sorgen. Als Vorbilder nannte Rosenkranz Ketten wie Strauss oder Ikea. Im Herbst soll ein Pilotmarkt in der Nähe von Magdeburg eröffnen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
DAX
Chart
DAX 13.005,50 +0,11%
TecDAX 2.487,50 +0,04%
EUR/USD 1,1784 -0,53%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 177,95 +2,88%
LUFTHANSA 25,80 +1,77%
DT. BÖRSE 92,66 +1,71%
SIEMENS 116,11 -1,22%
BMW ST 86,32 -1,03%
Henkel VZ 116,48 -0,99%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
Apus Capital Reval AF 112,38%
FPM Funds Stockpic AF 108,74%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt
Sommerfest der Südniedersächsischen Wirtschaft