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Eduka aus Göttingen bietet Spracherziehung

Der englische Freitag Eduka aus Göttingen bietet Spracherziehung

Englisch in der Vorschule? Yes, please. Allerdings sind bundesweit gerade einmal zwei Prozent der Kindergärten bilingual. Eine Zahl, die das gemeinnützige Göttinger Unternehmen Eduka nach oben schrauben möchte. 

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Göttingen. Das Konzept der 2015 gegründeten Firma ist einmalig. "Der Markt der frühkindlichen Bildung ist extrem ineffizient. Sprachkurse sind teuer, finden lediglich für ein bis zwei Schulstunden pro Woche statt und häufig müssen die Eltern ihre Kinder dafür extra noch zu bestimmten Orten fahren. Ich dachte mir, das muss besser gehen", erklärt Firmengründer Adil Sbai, selbst studierter Philologe in Französisch und Spanisch. Seine Lösung für das Problem: Eduka integriert die englische Sprache ganz einfach in den regulären Kita-Alltag. Das Schlüsselwort dabei heißt Immersion (siehe Info-Kasten). Eine Idee, die auf Anklang stößt. 

Auch in Göttingen betreut Eduka bereits mehrere Einrichtungen. Konkret heißt das, dass einer der Sprachbetreuer am "English Friday" zu einer Gruppe geht und dort ausschließlich auf Englisch mit Kindern, Erzieherinnen und Eltern spricht. Um die Kitas von ihrem Angebot zu überzeugen, tritt Eduka zunächst in Vorleistung und bietet die Betreuung zwei Monate lang kostenlos an. Danach kann der Kindergarten die Finanzierung von 300 Euro monatlich übernehmen oder Eduka sammelt Spenden der Eltern, um den Freitag künftig permanent zum "English Friday" zu machen.

Muttersprachler mit pädagogischer Erfahrung

Die Kinder sind jedenfalls fast ausnahmslos begeistert. "Sie freuen sich immer, wenn ich zu ihnen komme, und auch mir macht es viel Spaß", berichtet Jabril Jamal, einer der Eduka-Sprachbetreuer, der in der Kita am Nordcampus sowie der Kita St. Godehard II arbeitet. Von Woche zu Woche merke er, wie die Kinder ihn besser verstehen. "Anfangs hören die meisten nur zu, dann überwinden sie sich und sprechen freiwillig einige Wörter auf Englisch, weil sie von sich aus gerne mit mir kommunizieren möchten", so der 22-Jährige. Als in Houston geborener US-Amerikaner besitzt Jamal Muttersprachniveau - ein Kriterium, das Sbai bei der Auswahl enorm wichtig ist. "Wir sieben extrem hart aus, nehmen nur Muttersprachler mit pädagogischer Erfahrung", erklärt der in Göttingen aufgewachsene Sohn eines Marokkaners und einer Deutschen. 

Neben dem "English Friday" bildet die Vermittlung von Freiwilligendienstleistenden, von denen die meisten in diesem Jahr aus Indien gekommen sind, ein weiteres Standbein. Bundesweit hat Eduka schon hunderte solcher Sprachbetreuer an Kitas vermittelt. "Einen weiteren Anbieter, der diese Modelle im Portfolio hat, gibt es nicht", betont Sbai, der momentan an weiteren Konzepten arbeitet: "english babysitting" und "english homework", einem Nachhilfeangebot - ebenfalls ausschließlich auf Englisch. Das ehrgeizige Ziel des 31-Jährigen ist es, mit seiner am Maschmühlenweg ansässigen, fünf Mitarbeiter starken Firma künftig in jeder deutschen Universitätsstadt vertreten zu sein.

Wie die Muttersprache lernen
Immersion bedeutet "Sprachbad", folgt Prinzipien der Psycholinguistik und gilt als weltweit erfolgreichste Methode für den Spracherwerb. Wenngleich die Kinder der neuen Sprache noch nicht mächtig sind, wird sie ausnahmslos als Arbeits- und Umgangssprache benutzt. "Genauso lernen wir auch unsere Muttersprache", sagt Eduka-Geschäftsführer Adil Sbai. Durch den Einsatz von Muttersprachlern als Sprachbetreuer können bestimmte Laute, die ausschließlich in der neuen Sprache existieren, besser ins eigene Sprechen integriert werden. Die Vorteile der Bilingualität sind enorm: Sie fördert frühzeitig flexibles sowie kreatives Denken und sorgt für größere Sozialkompetenz. Weitere Sprachen können schneller erlernt werden. Die Veränderungen im Gehirn gehen soweit, dass sich bei bilingual aufgewachsenen Menschen mit einer genetischen Veranlagung für Alzheimer erst vier Jahre später erste Anzeichen bemerken lassen sollen. fab
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Von Redakteur Rupert Fabig

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