Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ein Göttinger Daniel Düsentrieb

Georg Koppenwallner ist von Beruf Erfinder Ein Göttinger Daniel Düsentrieb

Georg Emanuel Koppenwallner gibt als Beruf „Erfinder“ an. Mit einer innovativen Dunstabzugshaube landete der Diplom-Meteorologe vor 20 Jahren einen großen Coup. Derzeit arbeitet er an einer Weiterentwicklung, die noch besser sein soll als das Ursprungsmodell - weil sie weniger Energie benötigt.

Voriger Artikel
Unmut über Lohnunterschiede
Nächster Artikel
Orgelbauer mit Spezialpfeifen

Georg Koppenwallner mit seiner
Erfindung.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Ja, ich bin wirklich so eine Art Daniel Düsentrieb“, sagt Koppenwallner und lacht. 15 Patente hält der 55-Jährige, von denen allerdings nicht alle für die Industrie relevant sind. Das Patent für die Dunstabzugshaube, die mittels einer aerodynamischen Coandra-Strömung aktiv den Kochdunst eingrenzt, war es jedoch - und wie. 20 Jahre lang hat ihr Erfinder von den Tantiemen gelebt; jetzt, da das Patent ausläuft, benötigt er eine neue Einnahmequelle. Die hofft er dadurch zu erschließen, dass er seine alte Erfindung noch ein wenig verbessert, und zwar, indem er ihren Energieverbrauch verringert.

Zwei Prozent Einsparung habe er bereits erreicht, berichtet der Tüftler, und mit der zugrundeliegenden Idee am Innovationspreis teilgenommen. Doch diese zwei Prozent reichten der Industrie nicht: „Ich habe eine Firma in Franken gefunden, die meine Weiterentwicklung vermarkten will - aber nur, wenn ich auf drei Prozent komme.“ Daran arbeitet er derzeit - außerdem noch an einem verbesserten Antrieb für Segelflugzeuge. Was dieses Projekt anbelangt, will Koppenwallner jedoch keine Einzelheiten verraten: Erfindergeheimnis eben.

Wie kommt er eigentlich auf seine Ideen? „Nicht, indem ich in der Werkstatt sitze und brüte.“ Sondern beim Fachsimpeln mit anderen Technikbegeisterten oder im Gespräch mit Fachleuten auf Messen. Seine Gedanken ordnet er anschließend im eigenen Garten oder beim Blick vom Balkon seines Hauses in den Himmel und die freie Natur. Für andere Erfinder oder solche, die es werden wollen, hat der gebürtige Bayer, der in Göttingen aufwuchs und in Hannover studierte, ein paar Tipps parat.

Die ganz große revolutionäre Erfindung zu machen, sei toll - aber auch ziemlich unwahrscheinlich. Und ein Patent, das eine Firma dazu zwänge, ihren bestehenden Fertigungsprozess grundlegend zu ändern, sei in der Regel schwer zu verkaufen: „Unternehmen scheuen das Risiko und versuchen darüber hinaus zu vermeiden, dass eine Innovation ihre bisherige Produktpalette überflüssig macht.“ Erfolgversprechender sei es, bereits bestehende Produkte spürbar zu verbessern: „Damit hat man bei der Industrie die besten Chancen.“ hr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt