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Ein wenig Angst und ganz viel Engagement

20 junge Spanier wollen in Südniedersachsen Ausbildung absolvieren Ein wenig Angst und ganz viel Engagement

Auch dieses Jahr wollen wieder junge Spanier im Rahmen des Projekts „Adelante!“ in Südniedersachen zunächst ein Praktikum machen und anschließend eine Ausbildung absolvieren. In der Volkshochschule trafen sie sich mit den Vertretern dreier Arbeitgeber und stellten viele Fragen.   

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Die 20 Spanier freuen sich über ihren Ausbildungsplatz.

Quelle: R

Göttingen .  „Was soll ich tun, wenn ich etwas nicht verstehe?“, erkundigt sich Ana. „Fragen“, betont Daniela Wiechmann vom Restaurant Sausalitos, „fragen, fragen und nochmals fragen“.  „Und wenn mich ein Kunde am Telefon nicht versteht?“, möchte Lisandro wissen.  „Dir zu Anfang der Ausbildung eine Formulierung zurecht legen“, erwidert Björn Johannson von Naturkost Elkershausen, „wir werden aber auf jeden Fall Telefontraining machen“.   

Die jungen Spanier sind wissbegierig. Es sind 14 Männer und sechs Frauen aus der Region Sevilla -  im Alter zwischen 19 und 26 Jahren. Am 10. Juli sind sie in Göttingen angekommen. In Kürze werden sie ihr sechswöchiges Praktikum beginnen, anschließend – wenn sowohl sie als auch ihr Ausbildungsbetrieb es wollen – ihre drei- beziehungsweise dreieinhalbjährige Ausbildung. Und zwar in unterschiedlichen Berufen, unter anderem als Köchin und Restaurantfachfrau, als Industrie- und Speditionskaufmann, als Altenpfleger und Elektriker. Viele von ihnen haben in Spanien bereits eine Ausbildung abgeschlossen, aber keinen Job bekommen – die Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat Andalusien liegt bei rund 30 Prozent. 

Deutsch sprachen bisher die wenigsten von ihnen – sie haben  in einem viermonatigen Intensivkurs in Sevilla die Grundlagen gelernt. Bevor die drei Arbeitgebervertreter eintreffen, haben die jungen Leute beriets zu Papier gebracht, wie sie sich in Praktikum und Ausbildung verhalten wollten. „Nicht unpünktlich sein“, steht da, „nicht laut sein“ und „nicht den Chef duzen“.

Manchmal nicken sie, auch wenn sie etwas nicht verstehen. Der Grund: „Sie haben Angst, man könnte sie für nicht gut genug halten“, sagt Maria Cassan von der VHS Göttingen, die das Projekt gemeinsam  mit der Industrie- und Handelskammer Hannover organisiert.

„Was muss ich tun, um erfolgreich zu sein“, fragt Manuel schüchtern. „Motivation, Neugier und Ehrgeiz demonstrieren“, erwidert Mark-Oliver Müller von der Werbeagentur Alto in Einbeck. Die Spanier sind mit der Fragerunde sichtlich zufrieden. „Wir hoffen, dass Sie Geduld mit uns haben werden“, sagt Raquel zum Abschluss.

Unternehmen geben verschiedene Gründe an, warum sie junge Spanier ausbilden.

Den Fachkräftemangel: „In der Gastronomie gibt es einfach nicht genügend Bewerber“, sagt Daniela Wiechmann vom Restaurant Sausalitos.

Den Bedarf an Mitarbeitern mit Landes- und Sprachkenntnissen: „Wir können uns gut vorstellen, dass ein von uns ausgebildeter Kaufmann in Spanien als Einkäufer tätig wird“, so Björn Johannson (Naturkost Elkershausen).

Die Internationalisierung des Teams: „Von der Zusammenarbeit mit einem spanischen Kollegen können wir nur profitieren“, betont Mark-Oliver Müller, Geschäftsführer der Einbecker Werbeagentur Alto.

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