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Einbecker Brauhaus: Mehr ist weniger

Jahresbilanz Einbecker Brauhaus: Mehr ist weniger

Man hatte mehr in der Kasse, unter dem Strich jedoch blieb weniger: Das ist das Ergebnis der Bilanz der Einbecker Brauhaus AG für das vergangene Jahr. 

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Bald weniger unterschiedlich: Für die Marken des Einbecker Brauhauses ist ein neuer Auftritt geplant.

Quelle: Pförtner

Vorstandsmitglied Bernhard Gödde ließ keinen Zweifel auf der Bilanzpressekonferenz: Die Rahmenbedingungen für Bierbrauer sind schlecht. Das Nichtraucherschutzgesetz, Kostensteigerungen bei Energie, Rohstoffen und Personal, die Alkoholpolitik des Bundes und zu allem Überfluss noch die Finanzkrise, die sich gerade in der Gastronomie bemerkbar macht.

Trotz der ungünstigen Bedingungen habe sich das Unternehmen im Vergleich zu anderen Brauern gut geschlagen, erläuterte Gödde. Der Bierabsatz blieb mit 798000 Hektolitern im Vergleich zum Vorjahr fast konstant, und der Umsatz stieg aufgrund von Preiserhöhungen um 7,8 Prozent auf 45,12 Mio. Euro.

Doch die Umstände haben sich auch auf die Zahlen der Einbecker ausgewirkt: Der Jahresüberschuss sank um 16,2 Prozent auf 506000 Euro. „Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärte Vorstandskollege Lothar Gauß. Deshalb habe das börsennotierte Unternehmen wie für 2007 eine Dividende von 25 Cent je Aktie vorgeschlagen.

Die Hauptgründe für den geschmolzenen Überschuss: Gestiegene Kosten – +2,4 Mio. Euro für Energie, Rohstoffe und Personal – sowie hohe Investitionen. Gut zwei Mio. Euro habe der Kauf des bisher gemieteten Logistikzentrums gekostet. „Auf lange Sicht sparen wir“, erklärte Gödde die Strategie. Auch in neue Technik habe man investiert. Daneben hatte der Verkauf der Göttinger-Brauhaus-Immobilie 2007 gut 400000 Euro in die Kassen gespült – Einnahmen, die 2008 fehlten. So stiegen die Verbindlichkeiten um 1,5 auf 17 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote sank um 2,2 auf 31,5 Prozent. 

Göttinger noch auf dem Zettel

Besonders im Bereich der Bock- und der Billigbiere verzeichnete die Brauerei ein deutliches Plus (+6,4 und +8%). Beim Fassbier hingegen setzte es ein zweistelliges Minus, ebenso wie für die Göttinger Marken (--10,7% auf 15287 Hektoliter), deren Abwärtstrend sich fortsetzt. 

Gödde betonte: „Wir haben das Göttinger Bier weiter auf dem Zettel.“ Besonders am Ratskeller im Alten Rathaus sei man interessiert. Im Herbst 2007 hatte die Brauerei dem Göttinger Edel-Pils ein neues Äußeres verordnet – ein Kurs, der Mitte des Jahres für das Göttinger Pilsener fortgesetzt wird. Beide Kästen kommen in knalligem Rot daher. 

Für die Zukunft zeichneten die Brauer ein Bild schwerer Zeiten. Trotz des hohen Preisdrucks bleibe man positiv: „Wir setzen auf unsere Stärken“, sagt Gödde und meint damit speziell die Bockbiere. Besonders für den Mai-Ur-Bock strebe man eine bundesweite Verbreitung an. Auch wolle seinen Markenauftritt verjüngen: Eine einheitliche Neugestaltung der Bierkästen ist in Arbeit.

                                                                                                                        Von Erik Westermann

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