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Einbecker Brauhaus verkauft weniger Bier

313 000 Euro Gewinn Einbecker Brauhaus verkauft weniger Bier

Das Einbecker Brauhaus steht unter Druck. Das hat Lothar Gauß, Vorstand der Aktiengesellschaft, am Mittwoch während der ordentlichen Hauptversammlung in der Northeimer Stadthalle klar gemacht. Mit 128 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen einen Bilanzgewinn von 313.000 Euro.

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Hauptversammlung der Aktiengesellschaft in der Northeimer Stadthalle.

Quelle: Wenzel

Northeim. „Die Marktführer im Pilsbereich reagieren auf den in Deutschland seit Jahren zurückgehenden Bierverbrauch (2015: -0,7%) mit einem aggressiven Preiskampf“, berichtete Gauß. Gleichzeitig drängten Kleinbrauereien mit hochwertigen Bieren auf den Markt. In diesem Umfeld habe das Einbecker Brauhaus im vergangenen Jahr 605.000 Hektoliter Bier verkauft (-9%). Bei den Eigenmarken sei der Rückgang mit 17.000 Liter (-3,7%) nicht ganz so stark gewesen.

„Betroffen war insbesondere das Fassbier“, führte Gauß aus. Viele Gaststätten hätten 2015 geschlossen. Probleme machten die Marken Martini und Kasseler, bei denen der Absatz 2014 und 2015 jeweils im zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen seien. Der Gesamtumsatz habe im Vorjahr 37,6 Mio. Euro betragen (-5,9%).

„Zunehmend unberechenbar“, so Gauß, schwankten die Absatzmengen von Monat zu Monat. Um lieferfähig zu sein, müsse das Brauhaus seine Warenbestände erhöhen, mehr Lagerraum schaffen und Möglichkeiten für die flexible Abfüllung bereithalten.

Anstrengungen unternahm das Brauhaus bei der Verringerung des Materialaufwands für Herstellung, Abfüllung und Verpackung. Er belief sich auf 9,3 Mio. Euro (-11,5%). Der Personalaufwand für Löhne und Gehälter sank um 460000 Euro. Die Bilanzsumme der Aktiengesellschaft ging auf 35,8 Mio (-6%) zurück. Die Eigenkapitalquote stieg auf 39,5 Prozent.

In Kassel untersagte die Stadtverwaltung den Einbeckern aus Gründen des Lärmschutzes auf dem Martini-Gelände eine Erlebnisbrauerei zu eröffnen. Das Grundstück soll nun ein Wohnquartier werden. Die Erlebnisbrauerei werde an anderer Stelle entstehen, kündigte Gauß an.

Eine Panne gab es bei der Ausschüttung der Dividenden für die Geschäftsjahre 2001 bis 2008. Die Einbecker behielten irrtümlich Kapitalertragssteuer und den Solidaritätszuschlag ein. Sie schädigten so Aktionäre. Nun klagt das Unternehmen gegen ihren langjährigen steuerlichen Berater und Abschlussprüfer.

Die Aktionäre stimmten für eine Dividende von sieben Cent pro Stückaktie. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Gescheitert ist der Vorstand mit seinem Wunsch einer Schuldverschreibung zur Kapitalerhöhung.

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