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Einigung bei Verkauf der Mündener Klinik

Hann. Münden Einigung bei Verkauf der Mündener Klinik

Der Durchbruch in den Verhandlungen über den Verkauf der Mündener Klinik ist geschafft. Mit der Investorengruppe um Dr. Reinhard Wichels wurden „wesentliche Verträge“ bereits unterzeichnet, teilte die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste GmbH (AWO GSD) mit. Rund 100 Stellen sollen wegfallen.

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Quelle: HW

Hann. Münden. Neben der Mündener Klinik soll auch die Deister-Süntel-Klinik in Bad Münder sowie die Gesundheitsdienste Präventions- und Rehabilitationsgesellschaft mbH (GSD PR) übernommen werden. Dazu gehören das Physikalische Therapie Zentrum in Hann. Münden und das Physikalische Therapie Center sowie der Vital Fitness- und Wellnesspark in Bad Münder. Der wirtschaftliche Übergang der Einrichtungen auf die Investorengruppe ist für den 1. Februar vereinbart.

 

Der geplante Abbau von etwa 100 der rund 540 Klinikumsmitarbeiter in Hann. Münden soll aber nur eine vorübergehende Maßnahme sein, so Wichels. „Wir werden in die Nähe der alten Beschäftigungszahlen zurückkehren, wenn die volle Bettenzahl wieder erreicht ist. Wir beschäftigen jetzt sicher mehr Mitarbeiter als wir in der Übergangsphase bräuchten, aber wir können nicht alle halten. 2017 werden wir neue einstellen.“

 

Bis der Verkauf jedoch komplett unter Dach und Fach ist, sind noch drei Punkte zu klären, wie Reinhard Wichels deutlich macht: „An oberster Stelle stehen die regulatorischen Genehmigungen der Ministerien für die Übernahme. An zweiter Stelle kommt der Sanierungstarifvertrag.“ In den Verhandlungen mit Verdi und dem Marburger Bund hat man sich auf Eckpunkte verständigen können, welchen Beitrag die Mitarbeiter für den Klinikerhalt in der Sanierungsphase leisten werden. Die Unterschrift steht allerdings noch aus. „Zuletzt haben wir eine Transfergesellschaft gegründet und für sechs Monate finanziert. Die Voraussetzung für die Übernahme ist, dass die Mitarbeiter, deren Stellen abgebaut werden, in diese Gesellschaft gehen.“ Die Entscheidung der Mitarbeiter müsse noch im Januar fallen. Wechseln die Mitarbeiter freiwillig in die Gesellschaft, vermeidet der Investor eventuelle arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen.

 

Wichels sieht die Verhandlungen auf einem guten Weg, „aber es ist noch nicht so, dass die Vollzugsbedingungen eingetreten sind“.

 

„Die Übernahme durch Wichels ist für uns eine gute Lösung“, sagt Landtagsabgeordneter Ronald Schminke (SPD). „Ob sie zustande kommt, hängt daran, dass die Arbeitnehmer in die Transfergesellschaft gehen. Mir gefällt nicht, dass es so viele Mitarbeiter betrifft, aber es ist das kleinere Übel. Alles andere wäre für Münden ein GAU.“ Schminke bemüht sich zudem, mehr Geld für die Transfergesellschaft zu organisieren.

 

Die Erleichterung über den Fortschritt ist groß. „Wir sind froh, dass es eine Entscheidung gibt und es weitergehen kann“, sagt Julia Bytom, Sprecherin der Stadt. Auch Detlef Büchner, Schatzmeister des Krankenhausvereins Münden, ist „richtig glücklich, dass die stationäre Versorgung erhalten bleibt“. Der Stellenabbau sei kräftig, doch: „Lieber mit einer kleinen, gesunden Einheit anfangen, statt weiter ins Risiko zu fahren.“ Nun gehe es vor allem darum, das Vertrauen der Mündener in die Klinik wiederzugewinnen.

 

Wer ist der Investor?

Beim zuletzt verbliebenen Interessenten an der Mündener Klinik handelt es sich um eine Investorengruppe, für die bislang nur Dr. Reinhard Wichels öffentlich in Erscheinung getreten ist. Wichels selbst hat 2013 die WMC Healthcare gegründet – ein Beratungsunternehmen, das im Gesundheitswesen und dort insbesondere in der Krankenhausberatung tätig ist.

 

Reinhard Wichels ist jedoch als Privatinvestor an der Übernahme beteiligt und nicht die WMC Healthcare. Wichels ist ausgebildeter Arzt und hat in der inneren Medizin und in der Kardiologie klinisch gearbeitet, bevor er 2011 in die Unternehmensberatung McKinsey wechselte, deren Krankenhausbereich in Deutschland und Europa er aufbaute und leitete.

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