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Elektrobus-Flotte für Göttingen realistisch?

Experten und Entscheider diskutiertenim GDA-Wohnstift Elektrobus-Flotte für Göttingen realistisch?

Mit Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beschäftigten sich vier Referenten und 113 Gäste des 46. Mobilitäts-Talks im GDA-Wohnstift. Im Fokus standen vor allem Elektrobusse – und speziell die Frage, ob und wie diese wirtschaftlich betrieben werden können.

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Jens Ernsting zeigt ein Bild des derzeit in Hannover eingesetzten Elektrobus-Modells.

Quelle: Markus Hartwig

Göttingen. Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) erklärte, dass die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich des Einsatzes von Elektrobussen im Göttinger Stadtgebiet in Auftrag geben. Neue Busse anzuschaffen, sei dabei nicht das Thema: „Wir brauchen auch eine funktionierende Infrastruktur. Diese zu schaffen, wird eher das Problem sein.“

Bei den folgenden drei Vorträgen werden Köhler und GöVB-Geschäftsführer Michael Neugebauer deshalb genau hingehört haben, denn die Referenten stellten ÖPNV-Modelle mit bereits erfolgter Elektrobus-Integration aus anderen Städten vor. So berichtete André Kränzke, Leiter des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke Osnabrück, von mehrjährigen Erfahrungen mit zwei Elektrobussen, die im Osnabrücker Innenstadtgebiet unterwegs sind. Die Akzeptanz sei hoch, die Verfügbarkeit besser als beim Dieselbus, der Verbrauch geringer. Als Nachteile nannte er neben Reichweite, Ladedauer und Schulungsbedarf auch das Batteriemanagement, die Ersatzteilversorgung und die Sicherheitsanforderungen. Trotzdem soll bis 2025 in Osnabrück die gesamte Bus-Flotte auf Elektrobetrieb umgestellt werden – immerhin 137 Fahrzeuge.

„Im Elektrobereich erwarten wir bei weitem nicht so hohe Reparatur- und Instandhaltungskosten“, stellte Jens Ernsting von den Hannoverschen Verkehrsbetrieben (üstra) klar. Dort sind seit knapp zwei Monaten zwei Elektrobusse auf der Ringlinie 100/200 unterwegs. Schon die Reduzierung der Energiekosten werde die Wirtschaftlichkeit um mindestens 40 Prozent erhöhen, prognostizierte er.

Thomas Tonger vom Bushersteller Daimler ging vor allem auf technische Aspekte ein. Das Problem der vorzuhaltenden Ladeinfrastruktur – mit beispielsweise vielen (teuren) Ladesäulen im Stadtbild – könnte sich seiner Einschätzung nach in den kommenden zehn Jahren von selbst erledigen, wenn die Kapazitäten mobiler Batterien weiter deutlich steigen.

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