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Energiechecks werden Pflicht

Größere Unternehmen müssen Energieaudits durchführen Energiechecks werden Pflicht

Weitgehend unbemerkt ist eine EU-Vorgabe in die Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes eingeflossen. Demnach werden Unternehmen, die nicht der EU-Definition von kleinen und mittelständischen Betrieben (KMU) unterliegen, dazu verpflichtet, bis zum 5. Dezember 2015 ein erstes Energieaudit durchzuführen.

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Poolheizung mit Biogasabwärme: Energiemanagemet im Hotel Freizeit In.

Quelle: EF

Das betrifft Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und/oder einem Umsatz ab 50 Mio. Euro sowie einer Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro – insofern sie nicht schon ein zertifiziertes Energiemanagementsystem haben.  

Das Energieaudit muss von unabhängigen Experten durchgeführt und mindestens alle vier Jahre wiederholt werden. Es umfasst eine systematische Analyse des Energieeinsatzes, um das Potenzial für Energieverbesserungsmaßnahmen zu ermitteln. Aber gerade Unternehmen mit 250 bis 1000 Mitarbeitern scheinen dieses Thema bislang eher noch auf die lange Bank zu schieben.

Seitens der IHK Hannover schätzt man die Kosten für ein Energieaudit auf einen niedrigen vierstelligen bis mittleren fünfstelligen Betrag, je nach Unternehmensgröße.

Die Auflage kann nach gegenwärtigem Stand auch Betriebe wie etwa Stadtwerke, Hochschulkliniken, Altenheime oder Volkshochschulen betreffen. Ausgenommen sind Institutionen, die eine überwiegend hoheitliche Tätigkeit ausüben, wie beispielsweise Universitäten, Abfallbetriebe oder Ämter. Noch ist die Novellierung nicht beschlossen – bis zum 17. April können Anmerkungen eingereicht werden. Ende April wird mit dem Inkrafttreten des Gesetzes gerechnet.

Ein Energieaudit ist kein Selbstzweck, da der Energieauditor auch Optimierungsvorschläge erarbeitet. Wie viel ein systematisches Energiemanagement bringen kann, zeigt das Tagungshotel Freizeit In. Mit seinen etwa 235 Mitarbeitern gilt es noch als KMU, aber dort befasst man sich trotzdem schon seit Jahren intensiv mit dem Thema Kostenreduktion im Energiebereich.

2010 begann die Zusammenarbeit mit der Biogasanlage in Groß Ellershausen, deren Abwärme nun in das Hotel-Heizungssystem fließt. Und vor drei Jahren startete die Umstellung auf LED-Beleuchtung – ein Prozess, in den bisher etwa 330 000 Euro investiert wurden und der noch drei weitere Jahre dauern wird.

„Auslöser waren die in den letzten Jahren gestiegenen Strom- und Gaspreise“, sagt Olaf Feuerstein, Geschäftsführer des Freizeit In. „Wir haben noch keine konkreten Zahlen, aber wir merken den Effekt spürbar. Die Investitionen haben sich auf alle Fälle gelohnt.“

Von Sven Grünewald

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