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Ex-Redakteurin des Göttinger Tageblatts erhält Silbernen Kaufmannslöffel

Und der Löffel geht an … Ex-Redakteurin des Göttinger Tageblatts erhält Silbernen Kaufmannslöffel

Für langjährig engagierte Arbeit zum Wohle Göttingens hat der Handelsverband Hannover (HVH) zum 26. Mal einen besonderen Preis vergeben: den Silbernen Kaufmannslöffel. Die Preisträgerin 2015 heißt Hanne-Dore Schumacher. Drei Jahrzehnte lang berichtete sie über das Wirtschaftsgeschehen der Stadt.

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Quelle: Heller

Göttingen. Und der Stadt, so die Redner des Abends, ginge es eigentlich sehr gut, sie sei von einer hohen Dynamik geprägt. Willi Klie, Vorsitzender des HVH Kreisverbands Göttingen, verwies auf die anhaltende Modernisierung der Innenstadt und versprach, dass im Einzelhandel sicher keine Langeweile aufkommen werde: Die Online-Umsätze steigen, die Kundenfrequenz in den Städten sinkt, daher werde eine aktive Standortpflege immer wichtiger.

Die Attraktivität der Stadt „lebt nicht von allein, sie muss gepflegt und ständig verbessert werden. Der Handel lebt vom Wandel“, so auch Bürgermeisterin Helmi Behbehani. Es sei daher zu begrüßen, dass sich Grundstückseigentümer zusammentun, um mehr Verantwortung für die Innenstadt zu übernehmen. Und Prof. Bernt Sierke von der PFH Private Hochschule Göttingen wies darauf hin, dass trotz sich verkürzender Innovationszyklen und gesellschaftlicher Veränderungen durchaus gute Chancen für den Offline-Handel bestehen.

„Der regionale Handel zeichnet die Regionale Wirtschaft aus“, freute sich Preisträgerin Schumacher in ihrer Dankesrede. Dass die Ehrung nicht nur ihrer journalistischen Tätigkeit beim Göttinger Tageblatt gilt, sondern auch weit darüber hinaus ihrer Person und ihrem ehrenamtlichen Engagement, machte Philipp Bremer in seiner Laudatio deutlich.

„Ihr waren langfristige Beziehungen stets wichtiger als der kurzfristige Erfolg“, sagte Bremer. „Bemerkenswert“ sei, dass sie ihrem Gegenüber immer auf Augenhöhe begegnete, „zugänglich, offen und natürlich“ mit einem ehrlichen Interesse an jedem Menschen. Ihre „Fairness und Kollegialität“ habe sie allerdings auch durch ihr Engagement für die Gewerkschaft unter Beweis gestellt.
Den richtigen Weg zu finden zwischen „den Finger in die Wunde legen“ und vernetzter Kooperation an einem Wirtschaftsstandort, sei „sicher für einen engagierten Journalisten eine anspruchsvolle Aufgabe, die bei unserer Preisträgerin jedenfalls bestens aufgehoben war.“ Hanne-Dore Schumacher sei hervorragend regional vernetzt, kritisch, konstruktiv, wertschätzend und hartnäckig gewesen. Und dabei vor allem „immer fair“.

In diesem Sinne nahm Schumacher den Silbernen Kaufmannslöffel gerne entgegen – „auch im Namen meiner Mitstreiter im Wirtschaftsressort. Für mich ist das zierliche Utensil, gefertigt vom hiesigen Handwerk, Ausdruck eines fairen Umgangs zwischen Wirtschaft und Presse.“ Die Auszeichnung zeige, „dass die 30-jährige Bilanz auch seitens der Wirtschaft eine positive ist. „Der Silberne Kaufmannslöffel am Ende meiner beruflichen Laufbahn – mehr geht nicht.“
 

 
Interview mit Hanne-Dore Schumacher, Preisträgerin des Silbernen Kaufmannslöffels 2015
 
Interview: Sven Grünewald
 
Sie haben jahrelang über das Kaufmannsmahl berichtet – wie ist das, plötzlich auf der anderen Seite zu sitzen?
Spannend. Im November 2014 habe ich über die Verleihung an Lünemann-Chef Josef Petermann berichtet in der Annahme, dies sei mein letzter Besuch. Nun ist es anders gekommen und ich fühle mich sehr geehrt. Gerade weil ich aufgrund meiner Arbeit auch weiß, welche Menschen für ihr Engagement ausgezeichnet werden.

Der Löffel wird für eine Art Lebenswerk der Leistungen für die Stadt verliehen. Was trägt in Ihren Augen der Journalismus zur Stadtentwicklung bei?
Ich begleite die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region redaktionell seit drei Jahrzehnten. Ich weiß, dass Göttingen mehr ist als ein Hochschulstandort. Hier gibt es viele tolle Unternehmen – kleine Perlen und Weltmarktführer. Darüber zu informieren, über den Zwei-Mann-Betrieb ebenso wie über den Global Player, das hat zum einen viel Spaß gemacht und zum anderen unsere Leser auf dem Laufenden gehalten. Die Stadt wird als Standort für Investoren attraktiver, je mehr die wirtschaftliche Vielfalt publik wird. Das macht Zeitung.

Was sind Ihre persönlichen Highlights aus der Wirtschaftsberichterstattung gewesen?
Ich bin stolz auf die Serie „Die ganze Welt in Göttingen“. In mehr als 50 Folgen haben ich und meine Ressortkollegen im Jahr 2014 Menschen vorgestellt, die aus Pakistan, China oder Vietnam, aus Russland, Frankreich und Afghanistan gekommen sind. In Göttingen und der Region haben sie sich eine neue Existenz aufgebaut, haben beruflich und gesellschaftlich bei uns Fuß gefasst. Das Tageblatt hat gezeigt, wie Integration bei uns gelebt wird.
 
Zur Person:
Hanne-Dore Schumacher wurde 1955 in Northeim geboren und wuchs in Adelebsen auf. Nach zunächst freier Mitarbeit war sie von 1986 bis 2015 feste Mitarbeiterin des Göttinger Tageblatts. Seit 1996 bis zu ihrem Ruhestand Anfang 2015 leitete sie das Ressort Regionale Wirtschaft.

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