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Neubau für 20 Millionen Euro

MCI Miritz Neubau für 20 Millionen Euro

Zusatzstoffe und Aromen sorgen für die Unverwechselbarkeit aller Produkte der internationalen Markenlandschaft. Auf die Herstellung von Düften und Ingredienzien im Zitrusbereich hat sich die Firma MCI Miritz in Kirchgandern spezialisiert.

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Zur Grundsteinlegung des siebten Bauabschnitts versenkte Tillmann Miritz, Geschäftsführer der MCI Miritz, eine Zeitkapsel mit einer aktuellen Tageszeitung, den Bauplänen und einem Satz der aktuellen Währung im Fundament.

Quelle: Wesche

Kirchgandern. Was macht den Geschmack von Cola so einzigartig und warum duftet das neue Sommerparfum so unwiderstehlich? Die Kombination aus verschiedenen Fruchtextrakten und der Einsatz ätherischer Öle ist ausschlaggebend dafür, dass die Geschmacks- und Geruchslandschaft in Supermärkten schier unendlich erscheint. 

Als der Ingenieur Hans-Dieter Miritz im Jahr 1965 ein Projekt in Sizilien betreute, zeigte sich, dass zahlreiche produktionsbedingte Abfälle wie Schalen von Zitronen und Limetten einfach entsorgt wurden. Er erkannte das Potenzial dieses vermeintlichen Ausschuss, begann die Rohstoffe nach Deutschland zu importieren und gründete ein Unternehmen zum Vertrieb von Destillaten und einfachen, zum Teil getrockneten Zitrusprodukten.

Bis in die 80er Jahre unterhielt man ein kleines Werk in Rosdorf. Neue Anforderungen an Analysen, Pestizidberichte und Gutachten erschwerten dem Unternehmen das Wachstum. Schließlich übernahmen die Söhne Christian und Tillmann das Vorhaben und schlugen sowohl technologisch als auch marketingstrategisch neue Wege ein. Schon bald reichte der Platz im Rosdorfer Werk nicht aus. Ein Umzug nach Hann. Münden wurde geplant.

Durch die Grenzöffnung entschied man sich 1991 jedoch für eine Neuansiedlung des Unternehmens in Kirchgandern. Die „überdurchschnittliche Unternehmensentwicklung“, wie Ralf Nolte, Kaufmännischer Leiter der MCI berichtet, war ausschlaggebend dafür, dass man fortan im Turnus von drei bis vier Jahren den Standort immer weiter ausbaute.

In der vergangenen Woche erfolgte die Grundsteinlegung des siebten Bauabschnitts. „Jeder Tag ist ein neuer Anfang und heute ist ein besonderer Tag und damit ein besonderer Anfang“, so die einleitenden Worte von Geschäftsführer Dr. Tillmann Miritz zur feierlichen Grundsteinlegung. Drei Jahre seien nach seinen Angaben vergangen, als man sich zur Erweiterung des Firmenareals und zum Ausbau der Produktionsstätte entschlossen habe. Nun soll in den kommenden Monaten auf einer Gesamtfläche von 16000 Quadratmetern eine mehr als 3500 Quadratmeter große Produktions- und eine tausend Quadratmeter umfassende Lagerhalle geschaffen werden.

Der Neubau werde mit einer geplanten Investitionssumme von 20 Millionen Euro errichtet. Gleichzeitig will das Unternehmen damit etwa 25 neue Arbeitsplätze schaffen. Worte voller Lob und Dank richtete Dr. Miritz zur Grundsteinlegung an seine Mitarbeiter: „Ohne Sie wäre diese Expansion nicht möglich gewesen“, betonte er und erklärte weiter: „Wir können am Markt nur expandieren, wenn wir erfolgreich sind.“

„Wir sind stolz auf diese Firma“, lobte auch Gerald Schneider, stellvertretender Landrat im Eichsfeld den Ausbau des Unternehmens. Das Geld sei in der Region „gut angelegt“.

„Erfolg für die Firma und für die Entstehung des 7. Bauabschnitts“ wünschte darüber hinaus Wolfgang Sieling, Bürgermeister in Kirchgandern und überreichte einen Korb mit Eichsfelder Spezialitäten an die Geschäftsführung. 

Die MCI Miritz verfügt über das Knowhow zahlreicher Produktionstechnologien wie beispielsweise die CO2-Hochdruckextraktion. Dabei werden Stoffe selektiv und bei größter Schonung der beteiligten Materialien voneinander getrennt. Ätherische Öle und andere ölige Bestandteile werden durch veränderte Druck und Temperaturverhältnissen voneinander getrennt. Ein hoch qualifiziertes Team aus Flavoristen, Lebensmitteltechnologen und Chemikern ist, nach Angaben von Nolte, in der Lage, aus den Früchten der Zitruspflanzen Öle, Aromen, natürliche Destillate und Extrakte zu gewinnen. Schon heute exportiert die MCI Miritz mehr als 80 Prozent ihre Erzeugnisse ins Ausland. China, Indien und die USA seien dabei die größten zu beliefernden Märkte.

An oberster Stelle stehe nach Noltes Aussage „immer die Zufriedenheit der Kunden“. So sei eine gleichbleibende Produktqualität in der Geruchs- und Geschmacksbranche unerlässlich.

Von Susanne Wesche

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