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Fachkräftebündnis Südniedersachsen startet

Den Aktionismus auf ein neues Level bringen Fachkräftebündnis Südniedersachsen startet

Das neu gegründete Fachkräftebündnis Südniedersachsen wird zunächst für drei Jahre mit 610000 Euro vom Land Niedersachsen und der EU gefördert. Damit sollen Projekte und Ideen gefördert werden, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Acht solcher Bündnisse decken ganz Niedersachsen ab.

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Wirtschaftsminister Olaf Lies (l.) übergibt den Anerkennungsbescheid für das regionale Fachkräftebündnis Südniedersachsen.

Quelle: EF

Göttingen. Vom Land gefördert werden Projekte zur Verbesserung regionaler Strukturen zur Fachkräftesicherung, zur Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosen und maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte. Das Fachkräftebündnis soll entsprechende Projekte entwickeln, aber auch von Dritten bewerten. „Wie das genau aussehen wird, erarbeiten wir gerade“, sagt Claudia Jensch, Projektmanagerin bei der Südniedersachsenstiftung, an der das Bündnis organisatorisch angedockt wird. „Ein Ziel ist aber, Doppelstrukturen zu vermeiden. Die regionalen Aktivitäten sollen im Bündnis gebündelt werden.“

Der Fachkräftemangel ist kein ganz neues Phänomen in Südniedersachsen. „Dank“ des demografischen Vorsprungs – der im Landesvergleich stärker voranschreitenden Überalterung – befasst man sich schon länger mit der Frage nach Lösungsansätzen. Insbesondere, wie man die Region attraktiver für Zuzügler machen kann, wie man den hier Lebenden und Geborenen eine Perspektive aufzeigen kann, aber etwa auch, wie sich Bildungsabbrüche verhindern lassen. Vor vier Jahren rief die IHK in Göttingen die Fachkräftekonferenz Südniedersachsen ins Leben, ein lockerer Verbund von 350 Netzwerkpartnern aus der gesamten Region. Ansätze wie etwa das Topas Arbeitgebermarketing sind daraus entstanden.

„Mit dem Fachkräftebündnis tritt jetzt eine konzentrierte und koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten an die Stelle einer Vielzahl von Einzelprojekten in der Vergangenheit“, sagt Klaus Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Südniedersachsenstiftung. Die Fachkräftekonferenz wird in das Bündnis integriert, „wie eine Vollversammlung des Fachkräftebündnisses“, kann sich IHK-Geschäftsstellenleiter Martin Rudolph vorstellen. Für die Konferenz ist die IHK bereits 2013 vom Bundesarbeitsministerium ausgezeichnet worden – für die budgetlose, informelle und vor allem gute Zusammenarbeit. „Mein Wunsch aus den Erfahrungen der Fachkräftekonferenz heraus ist, dass wir die Umsetzungsstärke, Flexibilität und Schnelligkeit bewahren“, so Rudolph.

Die künftigen Arbeitsschwerpunkte liegen in Berufsfeldern mit bestehenden, eklatanten Engpässen: soziale Dienstleistungen, Pflegeberufe, Handwerk und dies insbesondere in Kleinbetrieben und dem ländlichen Raum. Bei den Hochqualifizierten sieht es dagegen noch vergleichsweise entspannt aus. Aber: „Um es plakativ zu machen: „Wenn die Hochqualifizierten ihre Heizung selbst reparieren müssen, wird die Region für sie auch unattraktiv“, so Klaus Hoffmann.

Zwei große Vorteile macht Prof. Kilian Bizer in Südniedersachsen aus: „Einerseits haben wir den massiven Standortvorteil, dass wir eine Hochschulregion sind.“ So kommen regelmäßig junge Menschen in die Region. Nun ginge es darum, zwischen dualer Ausbildung und Hochschule den Austausch zu erhöhen, in beide Richtungen – Auszubildende müssen sehen, dass sie Weiterbildungsmöglichkeiten haben, Studienabbrecher hingegen müssen Perspektiven im dualen System aufgezeigt bekommen. „Andererseits die schon bestehende Internationalität Göttingens. Wir sind daran gewöhnt, dass viele Ausländer bei uns sind. Das zu einer Willkommenskultur zusammenzuführen, ist eine riesige Herausforderung, aber da haben wir bessere Ausgangsbedingungen als andere.“

Von Sven Grünewald

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