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Feinoptik Drammetal fertigt Glaskugeln und Linsen für Medizintechnik

Exportquote von 60 Prozent Feinoptik Drammetal fertigt Glaskugeln und Linsen für Medizintechnik

„Das muss man sich erstmal erarbeiten“, sagt Lothar Rochlitz (52), geschäftsführender Gesellschafter der Feinoptik Drammetal GmbH. Gerade hat ihn wieder ein Kunde wegen der Produktqualität, der Termintreue und der guten Kommunikation als A-Lieferant eingestuft. „Das sind wir mittlerweile bei 90 Prozent unserer 35 Kunden“, sagt der Unternehmer.

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Beim Polieren der Präzisionsglaskugeln: Geschäftsführer Lothar Rochlitz in seinem Betrieb in der Dramfelder Straße in Obernjesa.

Quelle: Hinzmann

Obernjesa. Bis dahin war es ein langer Weg. Rochlitz hat das Unternehmen 2007 mit drei ehemaligen Arbeitskollegen der Firma Feinoptik Herburg gegründet. Ihr Chef hatte seine Firma ins thüringische Wüstheuterode verlagert. Die vier beschlossen, im Westen zu bleiben und machten sich selbstständig.

Der Zeitpunkt erwies sich jedoch als ungünstig. 2008 ließ die Finanzmarktkrise die Nachfrage nach Präzisionsglaskugeln, aus denen sich Linsen herstellen lassen, einbrechen.

Doch die Obernjesaer haben sich durchgebissen und gehören heute zu der Handvoll Unternehmen in Deutschland, die solche Vorprodukte für die Medizintechnik fertigen. Zwischen 0,8 und 16 Millimetern sind die Glaskugeln groß. Sie werden aus bis zu sechs Kilogramm schweren Glasblöcken gefertigt. 200 verschiedene Glassorten mit einem Kilogrammpreis zwischen 20 und 1200 Euro hat Feinoptik Drammetal im Programm.

Mitarbeiter schneiden die Blöcke in Scheiben, Streifen und dann in Würfel. Letztere werden zu Kugeln geschliffen. Die dafür benötigten Werkzeuge fräst und dreht Rochlitz selbst. „Wir arbeiten auf ein Tausendstel Millimeter genau“, hebt der Geschäftsführer hervor.

Aus den Kugeln lassen sich  hochbrechende Linsen herstellen. Feinoptik Drammetal fertigt sie für die Produzenten von Endoskopie-Geräten. Das Unternehmen stellt aber auch Optiken für Beleuchtungstechnik und Glasfilter für Laser her. In diesem Jahr wird es mit einem Stand auf der Laser-Messe in München präsent sein.  

Zu den Kunden zählen unter anderem Fraunhofer-Institute und Einrichtungen im Bereich der Weltraumforschung. Die Exportquote liegt bei 60 Prozent. Der überwältigende Teil der Ausfuhren geht in die Schweiz. Heute beschäftigt Rochlitz in der Dramfelder Straße 10 neun Mitarbeiter, darunter seine Tochter Julia Wesemann (33) im Büro. Seit Juli 2013 ist er alleiniger Geschäftsführer.

Von Michael Caspar

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