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Fernbus-Fusion: Steigen bald die Preise?

Fusion mit Folgen Fernbus-Fusion: Steigen bald die Preise?

Diese Fusion haben Manager der Bahn lange befürchtet: Die beiden Marktführer der Fernbus-Branche, MeinFernbus und FlixBus, haben sich am 7. Januar zu einem Unternehmen zusammengeschlossen. Das erklärte Ziel: dichtere Taktungen im Binnenverkehr und der Aufbau eines europaweiten Netzes.

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Einer von vielen: Rund 45 Fernbusse von „Mein Fernbus Flixbus“ halten jeden Tag in Göttingen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Verbraucherschützer vermuten, dass durch die Fusion die Fahrkarten mittelfristig teurer werden. Auch der Göttinger Wirtschaftswissenschaftler Prof. Michael Wolff hält das für wahrscheinlich.

„Unternehmen schließen sich nicht nur zusammen, um ihren Service zu verbessern. Die Fusion ist ein Anzeichen einer Marktkonsolidierung“, so Wolff, der an der Georgia-Augusta lehrt. Das bedeutet: Der Anbieter-Wald lichtet sich, und durch die gesunkene Konkurrenz können die Preise wieder steigen – wenn auch nicht sofort, zumal MeinFernbus und FlixBus derzeit mit Spartickets werben. Das derzeitige Preisniveau sei aber auf Dauer nicht zu halten: „Der Ausstieg mehrerer Mitbewerber in den vergangenen Monaten ist ein Indikator, dass das Preisniveau zu niedrig ist“, so Wolff.

Lange Zeit hatten Bahn-Strategen gehofft, dass ihren Konkurrenten auf der Straße die Mittel fehlen, um diese Preise langfristig durchhalten zu können. Diese Hoffnung wurde bei den Marktführern spätestens durch den ebenfalls Anfang Januar verkündeten Einstieg des Investors General Atlantic zerstört, mit dem die Kosten des geplanten Europanetzes gestemmt werden sollen.

MeinFernbus-Sprecher Carsten Rathge will die mittelfristige Erhöhung der Ticketpreise auf Tageblatt-Anfrage weder bestätigen noch dementieren: „Durch den Zusammenschluss mit FlixBus sind wir in der Lage, den Fahrgästen ein noch attraktiveres Streckenangebot zu bieten. Die Preisspanne dieses Angebots wird auch in Zukunft gewohnt günstig und deutlich unter dem Preisniveau der Bahn bleiben.“

Göttingen ist aufgrund der zentralen Lage ein wichtiger Knotenpunkt für den Busverkehr: Derzeit bediene „MeinFernbus FlixBus“, wie sich das fusionierte Unternehmen jetzt nennt, Göttingen an zwei Haltestellen mit 17 Linien. Im Schnitt halten 45 Fernbusse pro Tag, um die Fahrgäste in einen der derzeit 98 von Göttingen aus erreichbaren Zielorte zu fahren. In der Zukunft, so Rathge, könnten noch weitere Verbindungen hinzukommen.

Von Jonas Rohde

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