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Firma Piller aus Osterode erhält Auftrag für Millionen-Euro-Projekt

Stromversorgung Firma Piller aus Osterode erhält Auftrag für Millionen-Euro-Projekt

Es ist der größte jemals in Indien vergebene Auftrag für eine Anlage zur unterbrechungsfreien Stromversorgung. Erhalten hat ihn die Firma Piller aus Osterode. Für mehr als fünf Millionen Euro stattet sie ein neues Rechenzentrum in Bangalore mit einem solchen System aus.

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Diesel-Generator für Indien: Horst Ruhe prüft die Anlage im Piller-Werk in Bilshausen.

Quelle: EF

Osterode. „Die Informationstechnologie-Branche in Indien ist stark, steht aber vor einem großen Problem“, erläutert Piller-Geschäftsführer Detlev Seidel. Die Stromversorgung gilt als unzuverlässig. Die Ausfälle werden teils von den Energieversorgern angekündigt, teils brechen die Netze überraschend zusammen. Einem IT-Unternehmen droht so permanent ein Verlust von Daten oder gar die Beschädigung empfindlicher Elektronik.

„Systeme, die eine permanente Stromversorgung sicherstellen, sind daher ein großes Thema in Indien“, sagt Seidel. Seit Jahren verkaufen die Osteroder dort ihre Anlagen mit Unterstützung örtlicher Partner. In Deutschland sind die stromproduzierenden Dieselmotoren der Piller-Systeme zehn Stunden im Jahr im Betrieb, und das meist nur zu Übungszwecken. In Indien kommen die Motoren dagegen auf 1000 Betriebsstunden. Kunden der Osteroder waren bislang vor allem Industrieunternehmen, die sich Stromausfälle ebenfalls nicht leisten können.

Um den Wachstumsmarkt Indien verstärkt zu bearbeiten, gründete Piller dort im Vorjahr eine Tochtergesellschaft. Sie hat nun den Großauftrag gewonnen, bei dem die Osteroder ihr System erstmals als Generalunternehmer selbst schlüsselfertig installieren. „Wir erhoffen uns von diesem Referenzobjekt weitere Aufträge“, erklärt Seidel.

Die Anlage in Bangalore erzeugt in der ersten Ausbaustufe acht Megawatt Strom und lässt sich später auf eine Leistung von 16 Megawatt erweitern. „Es handelt sich um ein sogenanntes dynamisches IP-Bus-System, bei dem die einzelnen Dieselmotoren den Strom in ein internes Netz einspeisen“, erläutert Piller. Solche Systeme haben die Osteroder 2006 weltweit als erste auf den Markt gebracht. Sie ermöglichen bei gleicher Versorgungssicherheit eine kleinere Dimensionierung der Notstromversorgung. Die Systeme kosten dadurch weniger und arbeiten zudem energieeffizienter, was beim hohen Stromverbrauch von Rechenzentren von Vorteil ist. Mehr als 250 solcher Anlagen hat Piller bislang verkauft, insbesondere in den USA.

Auftraggeber in Bangalore ist ein amerikanisches IT- und Cloud-Unternehmen, das zu den 100 größten börsennotierten Nasdaq-Firmen zählt. Sie errichten derzeit auf einer Fläche von 5,7 Hektar ein Rechenzentrum.

Die Firma in Osterode ist 1909 von Anton Piller gegründet worden und befand sich bis zur Übernahme durch den Stromversorger RWE 1993 in Familienbesitz. Seit 2005 gehört Piller zum eigentümergeführten britischen Mischkonzern Langley Holding. Piller beschäftigt weltweit 800 Mitarbeiter.

Von Michael Caspar

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