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„Fit statt fertig“

Betriebliches Gesundheitsmanagement „Fit statt fertig“

„Fit statt fertig“ heißt das Motto der Kreishandwerkerschaft, unter dem sie ihren Mitgliedern das „Betriebliche Gesundheitsmanagement“ (BGM) näherbringen möchte. Zu einer diesbezüglichen Info-Veranstaltung sind 16 Betriebe ins Gesundheits- und Fitnesscenter „Promotio“ gekommen.

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Hilfe bei Rückenleiden: Massagebewegungen des Shiatsu-Praktikers sind ruhig und fließend mit sanftem Druck.

Quelle: ddp

Göttingen. Laut Statistik sei im Jahr 2014 jeder niedersächsische Beschäftigte 16,9 Tage arbeitsunfähig gewesen, so die stellvertretende Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Sabine Heuer. Das belaste nicht nur den Arbeitgeber, sondern unter Umständen auch die Kollegen, die für den Erkrankten mitarbeiten müssten.

Christian Frölich sagte, dass 40 Prozent aller Betriebe angäben, wegen Personalmangels weniger konkurrenzfähig zu sein, und 60 Prozent berichteten, Aufträge nicht mehr annehmen zu können, weil Spezialisten fehlten. Da müsse für Gesundheit derjenigen, die noch zur Verfügung stünden, das Bestmögliche getan werden, so der Kreishandwerksmeister. Er glaube zudem, dass ein BGM zur Unternehmenskultur beitragen und die Stimmung innerhalb der Belegschaft verbessern könne: „Und das kann sich dann wiederum positiv beim Arbeitsertrag und im Verhalten gegenüber dem Kunden bemerkbar machen.“ Es gebe eine einfache Rechnung, erläuterte Sandra Kaplan von der „IKK classic“, die das BGM-Programm der Kreishandwerkerschaft unterstützt: „Für jeden Euro, den ein Betrieb in sein BGM investiert, erhält er rund zwei Euro zurück.“

Die Vertreter der zu der Veranstaltung gekommenen Firmen stehen dem Programm größtenteils positiv gegenüber. „Bei uns geht‘s jetzt los“, kündigte Gabi Nikoleit, kaufmännische Leiterin der Zimmerei Diedrich, an. Und zwar nicht nur mit einem Programm zur Vermeidung von Rückenschäden, sondern auch zur Stressbewältigung. Die Mitarbeiter auch tatsächlich dazu zu bewegen, etwas für ihre Gesundheit zu tun, halten Thomas Bayer (Maler Hormann) und Andrea Lange (Maler Dornieden) unterdessen für die größte Herausforderung. „Im Idealfall geht der Unternehmer mit gutem Beispiel voran“, sagt Frölich dazu, und Kaplan ergänzt, dass BGM „Chefsache“ sei, die Mitarbeiter aber in den Prozess mit eingebunden werden sollten.

„Genau das haben wir vor“, berichtet Kornelia Becker (Metallbau Becker). Natürlich bedeute der mit BGM verbundene Zeitaufwand sowie der Arbeitsausfall eine gewisse Hürde – aber Krankheitsausfälle stellten ein noch größeres Problem dar. Steinmetz Christoph Wolf weiß bereits genau, wann die Vorbereitungen auf BGM in seinem Betrieb starten werden: „Am 1. Februar geht bei uns die Arbeit wieder los – dann werden wir uns zusammensetzen.“ Besser spät als nie, findet der Handwerksmeister: „Wir hätten damit schon viel früher beginnen müssen.“

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