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Fitnesstraining auf Kosten der DRV

Prävention Fitnesstraining auf Kosten der DRV

Um Fitnesstraining, Stressmanagement und gesunde Ernährung geht es in Präventionsprojekten der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Nach der Sommerpause bieten das Rehazentrum Junge und Promotio in Göttingen entsprechende Halbjahreskurse an. Bewerbungen sind möglich.

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Quelle: GT

Göttingen. „Ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) rechnet sich für Unternehmen“, erklärt Peter Wolter, der Schwerbehindertenvertreter der Göttinger Verkehrsbetriebe. Bei den Gövb sei es mit verschiedenen Maßnahmen in den vergangenen fünf Jahren gelungen, die Krankenquote von 13,8 Prozent der Arbeitsstunden auf 7,6 Prozent zu senken. Ein Baustein sei das Präventionsprojekt „Gesund im Betrieb“, an dem im vergangenen halben Jahr fünf der 248 Busfahrer teilgenommen hätten.

Das Verkehrsunternehmen stellte die Mitarbeiter zwei Tage lang für eine ambulante Reha bei Promotio an der Kasseler Landstraße frei. „Einen weiteren Tag mussten sie selbstständig investieren“, führt Wolter aus. In den folgenden drei Monaten trainierten die Kollegen ein- bis zweimal in der Woche in der Gruppe und besuchten Workshops. Drei Monate lang übten sie dann alleine weiter. Am Ende gab es einen Auffrischungstag bei Promotio, für den die Busfahrer Urlaub nehmen mussten.

„Wir arbeiten mit der DRV Braunschweig-Hannover zusammen, die zunächst besonders gefährdete Berufsgruppen der Handwerker und Fahrer, Reinigungs- und Pflegekräfte erreichen wollte“, berichtet die ärztliche Leiterin bei Promotio, Silke von der Heide. Im Dezember hätte die Versicherung das Angebot für alle Versicherten geöffnet. Teilnehmen dürfe, wer unter Gesundheitsproblemen wie Bluthochdruck oder Rückenbeschwerden leide, aber noch nicht krank genug für eine stationäre Reha sei.

Ähnlich aufgebaut sind die Halbjahreskurse beim Rehazentrum Junge am Sprangerweg, das mit der DRV in Braunschweig-Hannover und in Berlin zusammenarbeitet. „Für unsere Kurse müssen die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht freistellen“, betont der zuständige Leiter, Michael Bode. Das mache es einfacher, Teilnehmer zu finden. In 100 Göttinger Unternehmen habe das Rehazentrum bereits BGM-Maßnahmen umgesetzt. Dort stellten sie das Präventionsprojekt vor. Mitarbeiter könnten es dann nach einer ärztlichen Begutachtung bei der Rentenversicherung beantragen.

„Im vergangenen halben Jahr liefen bei uns drei Gruppen mit zusammen 43 Teilnehmern“, berichtet Bode. Sie kämen aus unterschiedlichen Branchen. Es belebe eine Gruppe, wenn etwa eine Pflegekraft gemeinsam mit einem Bankmitarbeiter Übungen mache. Homogene Gruppen bevorzug dagegen Uwe Dreyer von der DRV Braunschweig-Hannover, weil dort gezielter auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen werde.

Dreyer wibt bei Arbeitgebern dafür, Beschäftigte für solche Maßnahmen drei, vier Tage lang freizustellen. Zum einen habe der Mitarbeiter nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz einen Rechtsanspruch darauf. Zum anderen komme es den Betrieb teurer, wenn der Beschäftigte später für mehrere Wochen zu einer stationären Rehe müsse. Zudem könnten sich Firmen 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr vom Finanzamt für ambulante Kurse gut schreiben lassen. Rentenversicherungen und die Bundesknappschaft müssten seit Juli 2017, als das Präventionsgesetz in Kraft getreten sei, solche Projekte zu finanzieren. Sie könnten sich so die höhreren Kosten für eine stationäre Reha sparen, erklärt Dreyer.

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