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Fleischer-Einkauf schreibt schwarze Zahlen

Göttingen Fleischer-Einkauf schreibt schwarze Zahlen

Der Fleischer-Einkauf Hannover-Göttingen schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach einem Verlust von 532.000 Euro im Jahr 2014 machte die Genossenschaft im Vorjahr 509.000 Euro Gewinn. „Die Trendwende geschafft“, sagt der geschäftsführende Vorstand, Ansgar Nachtwey. Er ist seit zwei Jahren im Amt.

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Nina und Vater Hermann Sebert: Ihre Fleischerei bezieht vom Fleischer-Einkauf Hannover-Göttingen Fleischereibedarf.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. Die Sanierung des Unternehmens, das seit 1994 in der Götzenbreite 16 in Rosdorf ansässig ist, hat Spuren hinterlassen. Die Geschäftsstelle in Hannover wurde verkauft, die Verkaufsstelle in Eisleben geschlossen. Die Bilanzsumme sank von 8,1 Mio. Euro 2014 auf 7,2 Mio. Euro 2015, die Zahl der Mitarbeiter von 55 auf 50 Personen. Um 600.000 Euro ist 2015 der Umsatz gestiegen, der sich auf 21 Mio. Euro beläuft. In diesem Jahr rechnet die Genossenschaft mit einem „leichten Wachstum“, so Nachtwey.

„Derzeit investieren wir 200.000 Euro in ein neues System zur Lagerverwaltung mit einem Leitstand und zehn Endgeräten“, berichtet Prokurist Holger Eggers. Von September an werden bei den Waren alle Ein- und Ausgänge über Scanner erfasst. So weiß die Genossenschaft genau, was in ihren Hochregalen und Kühlhäusern lagert. Sie hat die Mindesthaltbarkeitsdaten im Blick. „Chargen lassen sich lückenlos zurückverfolgen, Packfehler beim Zusammenstellen von Lieferungen vermeiden“, nennt Nachtwey weitere Vorteile. Als nächstes will sich das Unternehmen gemäß der Norm QS Fleischhandel zertifizieren lassen.

So will sich der Fleischer-Einkauf gegenüber seinen sieben großen Mitbewerbern behaupten. „Die Zahl der selbstständigen Fleischereien nimmt seit Jahren ab“, nennt Obermeister Jürgen Kerl, Mitglied des Aufsichtsrats, als Herausforderung. Das habe mit dem „großen Defizit“ bei geeigneten Kandidaten für die Betriebsnachfolge zu tun. Zudem sorgten neue rechtliche Vorgaben, etwa bei Waagen- und Kassensystemen für Rechtsunsicherheit. Sie machten zudem „erhebliche Investitionen“ nötig, so Kerl.

Heute beliefert die Genossenschaft 1.200 Kunden zwischen Heide und Fritzlar, Leipzig und Sauerland mit allem, was eine Fleischerei benötigt: darunter frischem Fleisch, Därmen für die Würste, Gewürzen, aber auch mit Berufsbekleidung und Maschinen. Insgesamt 8.000 verschiedene Artikel hat der Fleischer-Einkauf im Sortiment.

Genossenschaft entstand 1923

Fleischer haben die Genossenschaft, die seit 2001 Fleischer-Einkauf Hannover-Göttingen heißt, 1923 gegründet. Ihnen ging es anfangs um eine gemeinsame Vermarktung von Tierhäuten, die bei der Schlachtung anfielen. 1940 übernahm das Unternehmen die Aufarbeitung von Viehdärmen für die Wurstherstellung. Aus beiden Feldern hat sich die Genossenschaft seit der Schließung des Göttinger Schlachthofs zurückgezogen. Seit 1950 bündelt sie den Einkauf von Fleischereien, um bessere Preise zu erzielen.

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