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Forschungsprojekt zur Ressourceneffizienz

Rohstoffe im Fokus Forschungsprojekt zur Ressourceneffizienz

Indium, Gallium und Kobalt sind die strategischen Rohstoffe, um die es im Forschungsprojekt Rewita vorrangig geht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Rewita mit zwei Mio. Euro im Rahmen des Förderschwerpunktes „Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“.

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Blick auf den Bergeteich am Bollrich (Goslar), an dem sich die Vertreter des Konsortiums zum Ortstermin trafen.

Quelle: EF

Goslar/Clausthal-Zellerfeld. Der Förderschwerpunkt des BMBF ist Bestandteil einer Rohstoffstrategie der Europäischen Union. „Die drei Rohstoffe, die bei Rewita im Fokus stehen, sind von der EU wirtschaftsstrategisch als kritisch eingestuft worden“, sagt Dr. Torsten Zeller vom Clausthaler Umwelttechnik-Institut Cutec, der das Rewita-Projekt koordiniert. „Und sie sind vitaler Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesrepublik.“

Das Projekt Rewita begann am 1. Mai und ist auf drei Jahre angelegt. Gegenstand ist die Entwicklung und Erprobung von Methoden, um die genannten Rohstoffe aus alten Erzschlämmen zu gewinnen, die als Abfallprodukt des Bergbaus am Rammelsberg anfielen. Mineralogisch ist etwa Indium Bestandteil der Zinkblende. Nach dem Abbau des Erzes wurde es zunächst durch das Flotationsverfahren aufbereitet und konzentriert. Dabei entstanden feinkörnige Schlämme, die unerwünschte Bestandteile, aber auch Restgehalte an Erzen abführten. Während das gewonnene Erzkonzentrat weiter in die Verhüttung ging, wurden die Schlämme unter anderem in Harzer Bergteichen abgelagert.

„Der Rammelsberg gilt in der Fachwelt als die weltgrößte Indiumlagerstätte“, meint Torsten Zeller. „Das wurde aber früher nicht aus der Zinkblende gewonnen. Das heißt, wir haben in den Schlammteichen noch hohe Gehalte an Zinkblende mit Indium.“ Rewita soll die Vorarbeit leisten, um sich diese Rohstofflager nutzbar zu machen. „Wir werden zunächst die Lagerstätten beproben, charakterisieren und anschließend Prozesse und Verfahren entwickeln, wie sie zurückgebaut werden können. Fernziel ist, die Schlämme wirtschaftlich zu nutzen.“ Am Harz will man mit der neuen Technik allerdings nicht stehen bleiben, denn weltweit gibt es zahlreiche solcher Lagerstätten.

Das Forschungsprojekt ist Teil weiterer Rohstoffprojekte, die rund um den Nordharzer Recycling-Cluster Rewimet entstanden sind. Ziel der Akteure ist es, die Region zum „Silicon Valley des Recyclings“ zu machen.

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