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Fovea UG entwickelt portable Softwarelösungen für Forstwirtschaft

Waldinventur 2.0 Fovea UG entwickelt portable Softwarelösungen für Forstwirtschaft

Der praktische Nutzen von Manfred Ides Idee erschließt sich auf Anhieb: Die nicht digitalisierte Waldinventur in der Forstwirtschaft ist zeit- und kostenintensiv. Ide hat einen Weg gefunden, wie die Berechnungen verschiedener Parameter in einer App zusammengeführt werden können.

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Quelle: EF

Uslar. Dafür haben der Förster und Fachinformatiker und sein Team seit der Firmengründung 2012 viele Preise erhalten. Im März wird mit dem Cebit Innovation Award mindestens eine weitere Auszeichnung hinzukommen. Gemeinsam mit der Grafikdesignerin Nadine Weiberg und dem Informationstechnik-Ingenieur Christopher Herbon plant Ide jetzt das weitere Wachstum der Uslarer Fovea UG.

Das Hauptprodukt der Firma ist die iFovea-Berechnungs-App. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Stapel der Baumstämme, sogenannte Polter, vor ihrer Weiterverarbeitung inventarisiert werden sollen. Die Zahl der Stämme und das Holzvolumen sind nur zwei von vielen Parametern, die bislang händisch erstellt werden mussten. Die App berechnet diese Daten mithilfe eines Panoramafotos, das direkt mit der Kamera eines iPhones oder-Pads erstellt wird und exportiert sie auf Wunsch als Datenblätter zur Weiterverarbeitung. Das bedeutet im forstwirtschaftlichen Arbeitsalltag eine Zeitersparnis von 96 Prozent. „Außerdem haben wir damit viel für den Arbeitsschutz getan“, so Ide. Mit dem digitalen Verfahren kann auf giftige Sprühfarbe zur Markierung verzichtet werden.

Das Portfolio enthält noch weitere digitale Applikationen, die den forstlichen Alltag erleichtern sollen: „Käferkunde“ hilft unter anderem dabei, Schädlinge von Nützlingen zu unterscheiden. Mit „Waldinvent“ hat das Team eine Möglichkeit gefunden, die Bestandesgrundfläche eines Waldes pro Hektar zu schätzen.

Die Berechnungs-App vertreibt Fovea im Lizenzmodell mit Jahres- und Volumentarifoption. „Seit vergangenem Jahr ist unser Produkt in allen Bundesländern im Einsatz. Wir haben bislang rund 2000 Lizenzen verkauft“, sagt Ide, der jetzt weitere Märkte erschließen möchte. Seit Anfang des Jahres ist die App unter anderem in Polen, der Schweiz und Österreich erhältlich, weitere Länder und Sprachen sollen folgen. Zudem ist eine Onlineplattform in Planung, die die Arbeitsabläufe und Verwaltung weiter vereinfachen soll, beispielsweise durch die digitale Erstellung von Abfuhraufträgen.

Gefunden hat sich das Team bei der Gründerinitiative an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. Inzwischen umfasst das Fovea-Team zwölf Mitarbeiter, den Umsatz des Unternehmens bezeichnet Ide für 2013 als fünfstellig, für 2014 als sechsstellig. Als einer von drei Preisträgern des mit 100000 Euro dotierten Cebit Innovation Award wird Fovea vom 16. bis 20. März am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vertreten sein. Dort wird die Jury dann auch bekanntgeben, welches Projekt den ersten, zweiten und dritten Platz erreicht hat. Egal, wie es ausgeht: „Das ist auf jeden Fall eine schöne Sache“, sagt Ide.

Von Jonas Rohde

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