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Frauen gründen Verein der Business and Professional Women

Wirtschaft Frauen gründen Verein der Business and Professional Women

Gemeinsam und vernetzt – in der südniedersächsischen Wirtschaftslandschaft tummeln sich viele Engagierte. Im Portrait: die Business and Professional Women.

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Der Vorstand der Business and Professional Women

Quelle: Theodoro da Silva

„Wie lange soll es eigentlich noch dauern mit der Chancengleichheit für Frauen“, ärgert sich Christine Krumm. Die Vorsitzende des Clubs Göttingen der Business and Professional Women (BPW) räumt ein, dass Frauen in den vergangenen Jahren viel erreicht hätten. Das Bildungsniveau der Frauen sei heute hoch und das Betreuungsangebot für Kinder ab dem Krippenalter verbessere sich. Aber noch immer würden sich Männer Familienpflichten entziehen. Sie verdienten mehr Geld als Frauen und seien in leitenden Positionen überrepräsentiert.

 

Um das zu ändern, engagiert sich Krumm, die als Geschäftsführerin des Fachverbands für biomedizinische Technik arbeitet, im Netzwerk berufstätiger Frauen. 30000 Mitglieder in mehr als 100 Ländern hat der Verband, als Nichtregierungsorganisation berät er die Vereinten Nationen in New York. Der BPW entsendet zudem ständige Vertreterinnen zur Internationalen Arbeitsorganisation nach Genf sowie zum Europarat nach Straßburg. In Deutschland hat der Verband den Equal Pay Day initiiert, den er seit 2008 gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium ausrichtet.

 

Diesen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen unterstützt der Göttinger Club mit Aktionen, Infoständen und Podiumsdiskussionen. „Um Chancengleichheit geht es auch bei unseren Vortragsveranstaltungen“, sagt Krumm. Im Mai informierte zum Beispiel eine Professorin über den aktuellen Stand der Genderforschung. Bei anderen Treffen geben externe Referenten Ratschläge zum Aufbau eines eigenen Unternehmens, ergründen das zwiespältige Verhältnis von Frauen zum Geld oder erörtern die Zukunft der Arbeit.

 

„Regelmäßig stellen Clubmitglieder ihre Firmen vor“, ergänzt Schriftführerin Ute Zöllner. Das macht den Club in den Augen der Agrarwissenschaftlerin und Journalistin interessant. „Die Göttingerinnen arbeiten in ganz unterschiedlichen Branchen. Das macht es möglich, mal eine Steuerberaterin oder eine Rechtsanwältin kurz um Rat zu fragen.“ Im Club sprechen Frauen, die es in Führungspositionen geschafft haben, über ihre Erfahrungen. Auch das Thema Gesundheit wird zweimal im Jahr aufgegriffen.

 

Der BPW ist 1930 in Genf gegründet worden. in Deutschland gibt es den Verband seit 1931. Im Dritten Reich musste er sich jedoch auflösen und entstand 1951 neu. Heute gibt es in der Bundesrepublik 44 Clubs mit 1650 Mitgliedern. Gegründet worden ist der Göttinger Club 1954. Krumm beeindruckt, dass die Frauen bereits Anfang der 60er-Jahre die ersten Computerkurse angeboten haben. Heute zählt der Verein 45 Mitglieder. „Wir würden gerne mehr Frauen unter 35 Jahren erreichen“, sagt die Vorsitzende. Sie könnten an einem Mentoring-Programm des BPW teilnehmen.

 

Das Einzugsgebiet des Clubs umfasst das südliche Niedersachsen. Die nächsten Vereine gibt es in Kassel und Hildesheim. Nach der Wende haben die Göttingerinnen, insbesondere Ilse Wissemann und Edda Neumann, den Club in Erfurt mit aufgebaut. Zu diesem Verein mit seinen heute 20 Mitgliedern bestehen noch immer enge Kontakte.

 

Einen weiteren Partnerclub gibt es seit 2004 im polnischen Poznan. Schriftführerin Zöllner gefällt, dass sie mit BPW-Frauen aus anderen Ländern sofort auf einer Wellenlänge ist. Krumm, die einmal auf einem Verbandstreffen in New York war, bestätigt das. Die Chancengleichheit liege ihnen allen am Herzen.

von Michael Caspar

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