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Führungswechsel bei „Willy Michel“

Größere Produktpalette Führungswechsel bei „Willy Michel“

Der Verpackungsmittel-Hersteller „Willy Michel“ stellt sich neu auf. Jens Handkammer hat die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Peter Michel angetreten, Marc Kiessling ist neuer technischer Leiter. Das Unternehmen will sich modernisieren und neue Märkte erschließen.

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Verpackungsmittel-Hersteller „Willy Michel“ unter neuer Führung (v.l.): Jens Handkammer, Peter Michel und Marc Kiessling.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „40 Jahre waren genug“, sagt Peter Michel, der die Geschäftsleitung 1975 von seinem Vater übernommen hatte. Vor seinem Rückzug habe er sich intensiv mit den anderen Gesellschaftern – den Mitgliedern der Familie Nette – beraten, sagt der 67-jährige Diplomkaufmann, der die Mehrheitsanteile an „Willy Michel“ hält. Zusätzlich habe er eine Unternehmensberatung eingeschaltet, die beim Übergang assistierte.  

 
Der 49-jährige Industriekaufmann Jens Handkammer verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der papierverarbeitenden Verpackungsindustrie, war in den vergangenen drei Jahren Geschäftsführer des Standorts Wieda des französischen Sack-Herstellers Gascogne. Den Posten des neuen technischen Leiters übernommen hat der 46-jährige Industriemeister Druck Marc Kiessling, zuletzt Druckereileiter bei Haendler & Natermann in Hann. Münden.

 
Solche Positionen könnten nicht per Stellenanzeige besetzt werden, betont Michel. Auf Handkammer sei er durch die Vermittlung eines befreundeten Unternehmensberaters gestoßen, Kiessling habe eine auf die Druckbranche spezialisierte Personalberatung rekrutiert.

 
Das neue Führungsduo führt derzeit ein von einer Beratungsfirma begleitetes Veränderungsmanagement-Projekt durch. „Wir wollen die traditionellen Werte erhalten und uns gleichzeitig für die Zukunft rüsten“, so Handkammer. Beispielsweise sollen Arbeitsabläufe optimiert und die Fertigung stärker mechanisiert werden. Von grundlegender Bedeutung sei es dabei, die Mitarbeiter mitzunehmen, wie Kiessling betont: „Sie sind Teil der Veränderung, sie sollen sich mit der neuen Ausrichtung identifizieren und eigene Ideen einbringen.“ Und Michel? Steht hundertprozentig hinter dem Projekt, wie er betont.

 
Außerdem wollen die neuen Macher die Produktpalette erweitern sowie neue Märkte erschließen. Sehr gut aufgestellt im Geschäft mit Mehl- und Zuckerverpackungen, soll sich „Willy Michel“ noch stärker als bisher als Hersteller von hochwertigen Verpackungen für Süß- und Backwaren sowie Kaffee und Tee positionieren. Die Weichen dafür hat die Firma bereits vor drei Jahren gestellt, als sie 4,5 Millionen Euro in eine technisch höchst komplexe Tiefdruckmaschine investierte. Was die neuen Märkte anbelangt: Die liegen vor allem im Ausland, beispielsweise in den USA. „In Amerika ist alles groß“, sagt Handkammer, „Maschinen, die kleine Tütchen für feine Pralinen herstellen, gibt es dort nicht – wir aber haben sie.“

 
Die „Willy Michel KG“ wurde 1923 gegründet und produziert im Jahr aus 3000 bis 4000 Tonnen Papier rund 200 Millionen Verpackungen für Brot- und Backwaren, Kaffee und Tee, Gebäck und Süßwaren sowie Zucker und Mehl. Zu den Kunden zählen unter anderem Tchibo, De Beukelaer, Nordzucker, Kölln und Alnatura. Das Unternehmen beschäftigt 90 Mitarbeiter (darunter elf Azubis) und erzielte 2014 einen Umsatz von rund 14 Millionen Euro.

Von Hauke Rudolph

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