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„Dramatischer Mangel an Bewerbern“

Fünfte Auflage der Pflegebörse „Dramatischer Mangel an Bewerbern“

Informationen über Berufe in Pflege und Gesundheit: Die gibt es auf der Pflegebörse, welche die Arbeitsagentur und der Verein „Gesundheitsregion Göttingen“ am Mittwoch, 9. März, von neun bis 14 Uhr, ausrichten. 27 Aussteller präsentieren sich in der Arbeitsagentur, ergänzend finden Vorträge statt.

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Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen präsentieren sich bei der Pflegebörse in Göttingen.

Quelle: Archiv/Pförtner

Göttingen. Keine Branche verzeichne einen solch starken Beschäftigungszuwachs wie die der Pflege und Gesundheit, so Arbeitsagentur-Leiter Klaus-Dieter Gläser. In allen Branchen zusammen sei die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse in Südniedersachsen von 2014 auf 2015 um 1,7 Prozent gestiegen – in Pflege und Gesundheit seien es sechs Prozent gewesen. Gleichzeitig herrsche ein „dramatischer Mangel an Fachkräften“: Statistisch kämen auf eine arbeitslose Altenpflegefachkraft 3,4 Stellen, bei den Gesundheits- und Krankenpflegekräften zwei und bei den medizinischen Fachangestellten sowie Rettungssanitätern immerhin noch 1,5 Stellen.
Angesichts der demografischen Entwicklung sowie der Tatsache, dass die Menschen immer älter und damit zunehmend behandlungs- und pflegebedürftiger würden, dürften der Fachkräftemangel und die damit einhergehenden Beschäftigungschancen noch zunehmen, lautet Gläsers Prognose. Auf die Frage, ob sich die starke Nachfrage auch in erhöhten Einkommen niederschlagen werde, antwortete Susann Lambrecht, Vorstandsmitglied der Gesundheitsregion, dass „Knappheit immer die Mittel verteuere“.  
Präsentieren werden sich auf der Messe unter anderem Kliniken, Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen, Fachschulen und Bildungsträger. In den Vorträgen werden unter anderem die unterschiedlichen Berufsbilder, Studiengänge im Pflege- und Gesundheitsbereich sowie Fördermöglichkeiten durch BA und Jobcenter, besonders für Quer- und Späteinsteiger, thematisiert. Die Messe richtet sich an alle Interessierten, besonders an Jugendliche in der Berufsfindungsphase, an Erwachsene, die sich beruflich umorientieren wollen, sowie an Migranten. Gläser wies darauf hin, dass es die unterschiedlichsten Fördermöglichkeiten und Qualifizierungsformate gebe, unter anderem auch eine Ausbildung in Teilzeit.
Zu den vergangenen Messen sind im Schnitt immer rund 500 Besucher gekommen. „Eine ähnliche Zahl erwarten wir auch diesmal“, sagt Gläser und betont, dass es positives Feedback sowohl von den Ausstellern als auch den Besuchern gegeben habe.

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