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Fußabdruck von Darjeeling

Innovationspreis 2015 Fußabdruck von Darjeeling

101 frische Ideen bewarben sich um den Innovationspreis 2015 des Landkreises Göttingen. Wir stellen die Teilnehmer und ihre Beiträge vor. Heute: „Tee-Analyse“.

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Quelle: GT

Göttingen. Er gilt als einer der besten Tees weltweit, aber der Käufer weiß nicht, ob da, wo Darjeeling draufsteht, auch wirklich Darjeeling drin ist. Deshalb hat die „MAS Analytics UG“ ein Testverfahren entwickelt, das es Händlern ermöglicht, ihren Tee mit einem Echtheits-Zertifikat anzubieten.

Im Geowissenschaftlichen Zentrum auf dem Nordcampus der Uni Göttingen werden die Analysen durchgeführt, die darüber Auskunft geben, ob der zu untersuchende Darjeeling wirklich rein ist, oder ob ihm andere, weniger wertvolle Tees beigemischt wurden. In zwei unscheinbaren, winzigen Räumen mahlen Wiebke Bäro (38), Nicole Nolte (36) und Jens Walter (43) den Tee klein, lösen ihn in verschiedenen Säuren auf und separieren bestimmte Elemente, die anschließend ins Thermoionen-Massenspektrometer kommen. Damit wird untersucht, ob sie die Charakteristika von Darjeeling-Tee besitzen. Für den Laien ist das Verfahren kaum nachvollziehbar, für den Fachmann schon, weshalb die drei Geowissenschaftler auch auf gar keinen Fall die Elemente preisgeben wollen, die untersucht werden müssen: „Die sind unser Geschäftsgeheimnis. Wir kennen sozusagen den geologischen Fingerabdruck von Darjeeling.“ Wie die drei ihr Wissen vermarkten wollen?

Indem sie Händlern per Siegel bescheinigen, dass ihre Ware rein ist. Durch die Beimischung minderwertigen Tees wird nämlich weltweit mehr - angeblicher -Darjeeling angeboten als die Region in Westbengalen, die dem hochwertigen Tee seinen Namen gab, tatsächlich produziert. Das erhöht die Menge - und senkt den Preis. Die Händler von reinem Darjeeling hätten also ein Interesse daran, ihre Produkte zertifizieren zu lassen, so die drei Wissenschaftler. „Wenn sich die ersten bei uns ihr Siegel abgeholt und dadurch einen Wettbewerbsvorteil verschafft haben, werden es die anderen nach und nach ebenfalls tun“, hoffen sie. Gespräche mit Interessenten hätten bereits stattgefunden, sie seien überaus positiv verlaufen.

Woher wissen sie eigentlich, welche Elemente des Tees sie untersuchen müssen, um herauszufinden, ob es sich um echten Darjeeling handelt? Von der Forschungsarbeit einer Göttinger Doktorandin, die für ihre Promotion den Boden der Darjeeling-Region untersuchte. Dieser Boden enthält bestimmte Elemente, die sich in den Pflanzen, die in ihm wachsen, niederschlagen. Welche Elemente die kritischen sind, ist das bereits erwähnte Geschäftsgeheimnis. Für die Nutzung der Räume und vor allem der insgesamt fast zwei Millionen Euro teuren Geräte zahlen sie der Uni einen Obolus. Ihr Ziel: Sich mit der Zertifizierung am Markt durchsetzen und anschließend eigene Räumlichkeiten und Geräte anschaffen. Dann wollen sie ihr Portfolio um die Analyse von Olivenöl und weiteren Lebensmitteln sowie anderen Produkten erweitern, beispielsweise Rohstoffmischungen für die Ziegelherstellung charakterisieren und die Schädigung von Haaren durch Färbemittel feststellen.

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