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Gemeinde Wulften will negativer Bevölkerungsentwicklung entgegenwirken

Jung kauft Alt Gemeinde Wulften will negativer Bevölkerungsentwicklung entgegenwirken

Die Gemeinde Wulften kämpft wie auch viele andere strukturschwache Regionen in Südniedersachsen mit den Folgen des demografischen Wandels. Mit dem Förderprogramm „Jung kauft Alt“ will sie junge Familien halten und gewinnen, um alte Bauquartiere mit Leben zu füllen.

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Der Kauf von Immobilien älter als 25 Jahre durch junge Familien wird in Wulften künftig unterstützt.

Quelle: Hinzmann

Wulften. Die vom Gemeinderat verabschiedete Richtlinie soll der negativen Bevölkerungsentwicklung entgegenwirken. Damit einher geht das Ziel, den Flächenverbrauch zu reduzieren, Leerstand bei Alt-Immobilien zu vermeiden und den Wert älterer Gebäude zu erhalten. „Wir wollen auch die Angst vor dem Erwerb einer solchen Immobilie nehmen“, sagt Gemeindedirektor Arnd Barke (parteilos), nach dessen Worten „es doch nichts Schlimmeres gibt, als ein Dorf zu haben, in dem die Alten überwiegen und in dem kaum noch junge Familien leben“.

Zahlen aus dem Leerstandskataster der Gemeinde untermauern den Handlungsbedarf: Standen 2012 in Wulften 14 der insgesamt 665 Häuser leer, so ist die Zahl innerhalb von zwei Jahren auf 21 gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Bevölkerungszahl von 1944 auf 1869 gefallen. In 92 Häusern lebten 2014 nur  noch ein oder zwei über 70-Jährige.

Das nun aufgelegte Programm fördert einmalig mit einem Betrag von maximal 1000 Euro das Erstellen eines Gutachtens, um die Umbau- und Sanierungskosten von Gebrauchtimmobilien fachkundig abschätzen zu lassen. Der Eigentümer erklärt sein Einverständnis, dass die Gemeinde Zugriff auf das Gutachten hat. „Falls kein Kaufvertrag zustande kommt, kann sie das Gutachten weiterverwenden“, verdeutlicht Barke die Kostenersparnis. Eine Mehrfach-Begutachtung und -Förderung lasse sich so verhindern.

Im zweiten Schritt wird der Erwerb einer mindestens 25 Jahre alten Immobilie oder auch der Abriss eines Altbaus und das Schaffen eines Ersatzbaus über sechs Jahre mit einem Grundbetrag von 600 Euro und 300 Euro mehr je Kind bei einer jährlichen Höchstsumme von 1500 Euro gefördert.

So hofft man, auch genügend Anreize für Zuzügler zu setzen. Zumal die Infrastruktur der Gemeinde noch gut ausgeprägt ist: Neben Kindergarten, Grundschule und der  Außenstelle der Oberschule Hattorf für die Jahrgänge fünf und sechs gehören dazu die Anbindung an die Bahnstrecke Nordhausen – Göttingen, Radweganbindungen in alle Richtungen, die Nahversorgung mit Supermarkt, Bäcker, Fleischer, Poststelle, zwei Filialen von Geldinstituten, gastronomischen Angeboten und die gesundheitliche Grundversorgung  mit Apotheke, zwei Allgemeinmedizinern, einem Zahnarzt und mobilem Pflegedienst. Hinzu komme ein ausgeprägtes Vereinsleben, so Barke.

„Je weniger wir werden, desto weniger Nachfrage haben wir und desto schwieriger wird der Erhalt der Infrastruktur“, betont Barke. Damit es nicht zu einem „Leerlaufen der Infrastruktur“ kommt, gilt es, „neues Denken auf den Weg zu bringen“, so Barke, der sich auf dem richtigen Weg sieht: „Der erste Förderantrag liegt bereits vor.“

Von Axel Artmann

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