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Generationswechsel im Landgasthaus Lockemann

Hoffest geplant Generationswechsel im Landgasthaus Lockemann

44 Jahren lang war Helmut Lockemann Chef im gleichnamigen Landgasthaus in Herberhausen. 44 Jahre hat er seine Gäste mit gutbürgerlicher Küche verwöhnt. Jetzt will der 64-Jährige sich aus dem Geschäft zurückziehen. Helmut Locke‑mann hat den Betrieb an seine Neffen Christian und Steffen übergeben.

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Freut sich nach 44 Jahren auf den Ruhestand: Helmut Lockemann mit seinen Neffen Steffen und Christian (von links).

Quelle: Hinzmann

Herberhausen. Mit einem Hoffest am Montag, 19. Mai, will die Familie die Übertragung an die siebte Generation feiern. Es gibt noch einen zweiten Grund, am 19. Mai im Beeke 1 anzustoßen. Helmut Lockemann wird an diesem Tag 65 Jahre alt. Das ist ihm nicht so wichtig, sagt er. Vielmehr wollen er und seine Familie den treuen Gästen (85 Prozent Stammkunden) mit dem Fest Dank zollen, betont der Senior, der künftig mit seiner Frau Manuela viel unternehmen will. Für ihn steht fest: „Irgendwann muss man loslassen.“

Die Übergabe an seine Neffen Christian (38, verheiratet, drei Kinder: Franz, Ida und Carl Eduard) und Steffen (39, verheiratet, drei Kinder: Magda, Helene und Henny) haben die Lockemänner gut vorbereitet. Seit 1998 ist Steffen in der Gaststätte tätig, seit 2000 sein Bruder Christian. Beide sind im Haus groß geworden, beide haben Koch gelernt. Während Bruder Mario (42, verheiratet, zwei Kinder: Chiara und Wilken) und Vater Manfred Lockemann (63) die Landwirtschaft  mit 180 Hektar Land und Viehzucht betreiben, haben sich Christian und Steffen entschlossen, die Gastronomie mit Hotelbetrieb weiterzuführen.

Onkel Helmut, selbst kinderlos, ist froh darüber: Seit seiner Gründung 1821 ist das Landgasthaus nämlich in Familienbesitz. Im Jahr 2000 haben Onkel und Neffen eine OHG gegründet, nun sind die jungen Leute alleinige Besitzer (50/50) des Unternehmens. Im August vergangenen Jahres hat auch Vater Manfred Locke‑mann die Nachfolge für den landwirtschaftlichen Betrieb geregelt und Sohn Mario den Hof überschrieben. „Alles bleibt so, wie es ist“, erklärt Christian Lockemann, der mit seinem Bruder für 35 Mitarbeiter (zehn Köche) verantwortlich zeichnet.

Auch künftig werden alle Soßen selbst gemacht, stehen Spezialitäten wie Tafelspitz, Sauerbraten und Königsberger Klopse auf der Karte. „Und wenn Mario schlachtet, gibt es frische Kalbsleber.“ Sechsstellig wollen die Brüder, deren Frauen Iris und Anna auch im Betrieb tätig sind, ins Hotel (mehr Zimmer), in Sanitäranlagen und Rezeption sowie in ein Blockheizkraftwerk investieren.

Hoffest bei Lockemann, Herberhausen, Im Beeke 1 am Montag, 19. Mai, 17 bis 23 Uhr.
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