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Steueroasen für das regionale Gewerbe

Gewerbesteuern in Südniedersachsen Steueroasen für das regionale Gewerbe

Die Gewerbesteuersätze in der Region sind seit Jahren unangetastet, das zeigt das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) aus dem April 2017. Doch das könnte sich ändern. Denn die Konkurrenz unter den Standorten wächst.

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Quelle: Archiv

Göttingen. Steuern sind ein leidiges Thema für Firmen. Insbesondere dann, wenn am Ende des Jahres Gewinne erwirtschaftet werden, schlägt der Fiskus zu. Die Gewerbesteuer trifft die regionalen Unternehmen unterschiedlich. Die Hebesätze, mit denen die Kommunen souverän die Höhe der Gewerbesteuer ermitteln, sind von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich.

An der Spitze liegt seit Jahren die Stadt Göttingen. Dort liegt der Hebesatz bei 430 Prozent. „Dieser Satz ist seit Jahren stabil“, sagt Detlef Johannson, Sprecher der Stadt Göttingen. Die Einnahmen daraus sind nicht unbeträchtlich. Der Steuermessbetrag lag im Jahr 2012 in Göttingen bei 14,9 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 430 Prozent ergibt das Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 64, 1 Millionen Euro.

Die gesamte Bandbreite der Hebesätze liegt im Landkreis Göttingen zwischen 300 Prozent in der Gemeinde Waake und 430 Prozent in der Stadt Göttingen. Das Dorf Waake ist mit einem Hebesatz von 300 Prozent in puncto Gewerbesteuern gewissermaßen eine Art Steueroase in der Region. In der Stadt Duderstadt liegt der Satz bei 360 Prozent. Durchschnittlich geringere Hebesätze finden sich im benachbarten Landkreis Northeim. Hier liegt die Stadt Northeim mit aktuell mit 410 Prozent an der Spitze. In Nörten-Hardenberg zahlen Firmen mit einem Hebesatz von 330 Prozent am wenigsten.

Als Wirtschaftsförderer der WRG plädiert Detlev Barth eher für geringere Gewerbesteuern. „Das führt zu einer Verbesserung der Ertragskraft von Firmen und sichert damit Investitionen und Arbeitsplätze“, erläutert Barth. Doch auch der Standort sei relevant und rechtfertige durchaus eine höhere Gewerbesteuer. Besonders in Göttingen: „Markenartikel sind eben teurer als No-Name-Produkte“, so Barth.

Doch die uneinheitliche Gewerbesteuer führt zu einem Verdrängungswettbewerb unter den Kommunen. So könnte mittelfristig Bewegung und die Diskussion um mögliche Senkung von Gewerbesteuern in Gang kommen. Wie zum Beispiel in der Stadt Osterode, wo der Hebesatz derzeit bei 390 Prozent liegt und wo man sich mit tieferen Gewerbesteuern deutlich besser am Markt positionieren würde.

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