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Gewerkschaft und Betriebsräte der Post AG gegen befristete Verträge

Keinen Kredit ohne festen Job Gewerkschaft und Betriebsräte der Post AG gegen befristete Verträge

Rund 20 Prozent der 145 000 Beschäftigten der Post AG haben befristete Verträge. Und es werden täglich mehr, befürchten Gewerkschaft Verdi und Betriebsräte. Am Montag, 10. November, werden circa 400 Göttinger Post-Mitarbeiter in der Stadthalle über die Auswirkungen diskutieren.

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Gegen befristete Verträge: Joachim Schwiderke, Reinhard Peter, Detlef Gafert (von links).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Es ist eine Betriebsteilversammlung, zu der der Betriebsrat eingeladen hat.

Eine zweite Versammlung beginnt zeitgleich mit rund 500 Beschäftigten in Braunschweig, dem Sitz der auch für Göttingen zuständigen Postniederlassung. Beide Versammlungen haben den gleichen Schwerpunkt, betont Detlef Gafert, Vorsitzender des Betriebsrates (BR): „Es geht um die Befristeten-Politik der Post.“

24 000 Beschäftigte der Post AG haben zurzeit befristete Verträge. In der Niederlassung Braunschweig (Postleitzahlbereich 37 und 38) sind es laut Gafert 600 von insgesamt 3300 Beschäftigten (1300 davon in Göttingen). „Tendenz steigend“, fürchtet sein Stellvertreter Reinhard Peter, der auch Verdi-Betriebsgruppen-Vorsitzender in Göttingen ist.

„Wir wollen die Politik der Befristung nicht mehr hinnehmen“

Peter macht es an einem Beispiel deutlich. Die Posttochter DHL mit rund 50 Beschäftigten in Göttingen habe in den vergangenen drei Jahren durch das Internetgeschäft zweistelliges Wachstum pro Jahr erzielt. „In dem Zeitraum hat es nicht eine einzige unbefristete Einstellung gegeben.“ Am Montag jedoch geht es in erster Linie um die Postzusteller, und auch da gebe es genug Arbeit, sagt Joachim Schwiderke, bei Verdi zuständig für Post, Logistik und Speditionen.

„Wir wollen die Politik der Befristung nicht mehr hinnehmen“, kündigt der Göttinger Gewerkschafter an. Auch um die Stammbelegschaft zu entlasten, gelte es, Jobs in unbefristete Arbeitsstellen umzuwandeln. Mit einer „aktiven Pause“ wollen Betriebsräte, Gewerkschafter und Beschäftigte am Montag gegen 10.30 Uhr vor der Stadthalle darauf aufmerksam machen, „was das Dax-30-Unternehmen anstellt“.

„Damals hatten wir fünf bis sechs Prozent befristete Kräfte

Hauptaktionär sei der Staat, von dem man erwarten könne, dass die Beschäftigten ohne Stress und Überbelastungen ihre Arbeit ausüben dürften. Zehn-Stunden-Tage und mehr seien nicht die Ausnahme. Unbefristete Verträge mit Lohnunterschieden beim Einstieg und fehlenden Aufstiegschancen durch Befristung (erste nach drei Jahren) führten, so Schwiderke zu Ausgrenzung.

Ohne unbefristete Arbeit habe man Probleme bei der Wohnungssuche, mit Krediten, beim Autokauf. Betriebsrat Peter erinnert an die 90er Jahre in Göttingen. „Damals hatten wir fünf bis sechs Prozent befristete Kräfte.“ Damit seien Spitzen, etwa im Weihnachtsgeschäft, gestemmt worden.

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