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Den Rest des Jahres unentgeltlich

Gewerkschaften kritisieren schlechte Bezahlung für Frauen Den Rest des Jahres unentgeltlich

Von Donnerstag an arbeiten Frauen in der Europäischen Union für den Rest des Jahres de facto unentgeltlich. Darauf weist die Kommission der Europäischen Union hin. Der Grund: Frauen verdienen in Europa 17,6 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Das empört Gewerkschafter in Südniedersachsen.

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Frauen verdienen in Europa durchschnittlich 17,6 Prozent weniger pro Stunde als Männer.

Quelle: dpa

Göttingen. „Für das Lohngefälle, das in Deutschland mit 21,6 Prozent sogar über dem europäischen Durchschnitt liegt, gibt es viele Gründe“, meint Sebastian Wertmüller, der Bezirksgeschäftsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). Das beginne bei der Berufswahl. Frauen entschieden sich häufiger für schlecht bezahlte Tätigkeiten in der Alten- und Krankenpflege, in Kindertagesstätten oder im Einzelhandel. Weil sich Frauen öfter als Männer um die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmerten, so Wertmüller, könnten sie ihre berufliche Karriere nicht so zielstrebig verfolgen wie ihre Kollegen. „Viele Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie stellen Frauen mit kleinen Kindern gar nicht erst ein, weil sie Ausfallzeiten befürchten“, berichtet Bianca Berlin, Northeimer Gewerkschaftssekretärin der IG Metall. Die Frauen ergriffen dann oft schlechter bezahlte Teilzeitjobs in anderen Branchen.

„Es kommt aber auch vor. dass Frauen für gleiche Arbeit weniger Geld erhalten als ihre Kollegen“, so Wertmüller. Schutz böten Tarifverträge, die für Transparenz sorgten. Allerdings versuchten immer mehr Arbeitgeber aus Tarifverträgen auszusteigen. Die Gewerkschaften hätten Schwierigkeiten, Arbeitnehmer zu organisieren. Frauen träten bei individuellen Gehaltsverhandlungen häufig defensiver auf als Männer, meint der Göttinger Gewerkschaftssekretär, Moritz Braukmüller, der bei Verdi in Göttingen für den Handel zuständig ist. In seinem Bereich würden nur 20 Prozent der Beschäftigten nach Tarif bezahlt.

Bei Sartorius in Göttingen gilt der Tarifvertrag für 90 Prozent der Mitarbeiter, bei der Einbecker KWS Saat für 80 Prozent, teilen die Firmen auf Anfrage mit. Sie würden sich beide unter anderem mit flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeit- und Homeoffice-Angeboten um eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie bemühen. Die KWS hat im Management einen Frauenanteil von 16 Prozent. Bei Sartorius liegt er zwischen 20 und 30 Prozent.

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