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Den Bio-Vorsprung nutzen

Börner-Eisenacher: Kanada-Geschäft übertrifft Erwartungen Den Bio-Vorsprung nutzen

Premiere nach zwei Jahren Vorlauf: Die Göttinger Börner-Eisenacher GmbH liefert seit diesem Jahr erstmals Wurstwaren aus Bio-Schweinefleisch an den kanadischen Fleischwarenhersteller Freybe. Dabei entwickelt sich die Nachfrage deutlich stärker als zuvor erwartet wurde.

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Börner mit Besuch aus Kanada.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Der Kontakt nach Kanada kam eher zufällig zustande. Martin Eisenacher, Sohn von Geschäftsführer Frank-Walter Eisenacher, machte 2013 ein Praktikum bei Freybe, es folgte ein Besuch des Vaters und später die Vereinbarung, drei Produkte aus Bio-Schweinefleisch für Freybe zu entwerfen: Bio-Salami, Schinkenspeck und Coppa (Nacken).

Zwei Jahre Vorlauf

Zwei Jahre dauerte der Vorlauf, bis im Februar eine erste Testlieferung nach Kanada erfolgte. Die habe den Handel überzeugt, so Sven Freybe, so dass weitere Lieferungen für den Sommer vereinbart wurden. Inzwischen ist bereits die fünfte Lieferung erfolgt. „Ursprünglich haben wir im ersten Jahr mit 100000 oder 200000 Euro Umsatz gerechnet“, sagt Frank-Walter Eisenacher. „Inzwischen gehen wir aber davon aus, dass es erheblich mehr wird.“

Von einem „total neuen Geschäft“ für das Unternehmen spricht Eisenacher, das gleichzeitig auch mit großen Herausforderungen verbunden war. Der Zugang zum kanadischen Markt war relativ einfach, da Kanada und die EU ihre Bio-Verordnungen gegenseitig anerkennen. Aber es galt, anderen lebensmittelrechtlichen Anforderungen zu entsprechen, etwa eine Haltbarkeit von 120 Tagen zu gewährleisten. Auch ist in Kanada das in Deutschland übliche Nitritpökelsalz nicht zugelassen, daher musste mit Selleriepulver gearbeitet werden, das wiederum in Deutschland verboten ist. „Das Pulver muss extra importiert werden und wird in Abstimmung mit dem Veterinäramt speziell gelagert“, so Eisenacher.

Warum bezieht Freybe Fleischwaren aus Deutschland?

Doch warum bezieht Freybe eigentlich Fleischwaren aus Deutschland? „Im Bio-Markt ist die wichtigste Frage weltweit, wie man an das Rohmaterial herankommt“, erklärt Sven Freybe. „Dafür muss man langfristige Beziehungen mit Bauern aufbauen. Börner ist uns dabei weit voraus und durch die neuen Produkte können wir größere Mengen anbieten.“ Denn die Nachfrage ist da.

Eisenacher hat auch bereits weitere Pläne für Kanada: Bio-Fleisch aus komplett antibiotikafreier Haltung. Dazu entwickelt die Firma gerade zusammen mit der Göttinger GfRS ein Zertifizierungssystem. „Das wird ein Standard, der bislang nicht verfügbar ist.“ Und auch, dass der Kanada-Erfolg einen Eintritt in den US-Markt ermöglicht, hält Eisenacher nicht für ausgeschlossen.

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