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E-Bike-Markt brummt

Händler profitieren vom Boom E-Bike-Markt brummt

Elektrisch unterstütztes Fahrradfahren wird immer beliebter – auch in Göttingen spüren das die Fahrradhändler. Der Verkauf von Pedelecs und E-Bikes hat zweistellige Zuwachsraten: 2014 wurden bundesweit 4,1 Mio. Räder verkauft, 480.000 davon elektrisch.

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Geschäftsführer Siegmund Freybott von Velo Voss Fahrräder aus Göttingen mit einem E-Bike

Quelle: Wenzel

Göttingen. Während vor vier Jahren „der Markt noch in den Kinderschuhen steckte“, schätzt Karsten Klie, Geschäftsführer des Fahrradhandels BOC, dass sich mittlerweile die Verkaufszahlen von E-Bikes bei ihm jährlich verdoppeln. Sebastian Schaller, Verkaufsleiter bei Marco-Bike, zufolge entfällt dort mittlerweile ein Drittel des Umsatzes auf E-Bikes und Claus Küntzel von Velo-Voss verkauft nach eigenen Angaben „wie verrückt“ Fahrräder mit elektrisch unterstütztem Antrieb.

Technisch handele es sich bei den meisten verkauften E-Bikes allerdings um Pedelecs, erklärt Klie. Im Volksmund sei E-Bike zu einem Oberbegriff geworden, der aber eigentlich nur Pedelecs meint. Denn ein echtes E-Bike fährt auch rein elektrisch und kommt ohne Pedal-Unterstützung aus. Diese Modelle werden bei allen befragten Händlern kaum noch verkauft. „Die sind so gut wie weg vom deutschen Markt“, sagt Klie.

Stattdessen gibt es Pedelecs mittlerweile in allen Varianten: Als Citybike und Trekkingrad ebenso wie als sportliches Mountainbike – was Schaller zufolge auch jüngere Kunden anzieht. Denn waren es früher vor allem ältere Leute, die Pedelecs kauften, seien es nun auch junge Eltern, die beispielsweise ihren Kinderwagen lieber elektrisch unterstützt zu den Zietenterassen hinauf ziehen wollen, erzählt er. Außerdem geht es Küntzel zufolge mittlerweile vielen Kunden darum, den „Zweitwagen stehen zu lassen, aber nicht verschwitzt bei der Arbeit anzukommen“.

Die Anforderungen der Kunden bleiben aber gleich: Das Wichtigste seien Akku und Antrieb, erzählt Schaller. Und „weil man damit gut die Berge hochkommt“, fragen bei ihm viele Kunden explizit nach Komponenten des Herstellers Bosch, berichtet Küntzel.

Und auch wenn Küntzel eigenen Angaben zufolge noch nie einen unzufriedenen Kunden hatte, sind die meisten Kunden nach Klies Einschätzung noch vorsichtig. Viele würden sich erst einmal ausführlich zu Geschwindigkeit, Reichweite und Fahrkomfort beraten lassen. Denn: „Unter 2000 Euro gibt es kein gutes E-Bike“ – eine Einschätzung, die alle befragten Händler teilen.

E-Bike-Typen und die Frage der Versicherung:

Elektrisch unterstützte Fahrräder gibt es mittlerweile in drei Varianten:

  • Am häufigsten verkaufen sich Pedelecs , die juristisch wie Fahrräder behandelt werden. Ihr Motor unterstützt den strampelnden Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern.
  • Die mit 45 Stundenkilometern deutlich schnelleren S-Pedelecs erfordern hingegen ein Versicherungskennzeichen. Der Fahrer braucht eine Fahrerlaubnis der Klasse AM, einen Helm und muss zudem weiterhin in die Pedale treten.
  • E-Bikes hingegen sind quasi elektrisch angetriebene Mofas und erfordern die gleiche Fahrerlaubnis wie Kleinkrafträder, eine Versicherung, Betriebserlaubnis, aber keinen Helm. Sie sind auf 20 Stundenkilometer gedrosselt, auch wenn Fahrradhändler berichten, dass bei allen Typen „Tuning Marke Eigenbau“ üblich sei.
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